Mit Geschichten getäuscht

Gastbeitrag zum Fall des Journalisten Claas Relotius

Der Mensch hat ein erzählerisches Verhältnis zu sich selbst. Ist das vielleicht der Grund, warum die Geschichten, die der Spiegel-Journalist Claas Relotius erfunden hat, so erfolgreich waren? Nicht einmal die Redaktion hat die Fälschungen bemerkt. Der Philosoph Peter Vollbrecht schreibt über die Macht der Geschichten und Bilder.

Über die Messbarkeit des Glücks

Philosophisches Basiswissen: John Stuart Mill

John Stuart Mill (1806-1873) entwickelte den Utilitarismus Jeremy Benthams weiter. Danach soll man so handeln, dass das größtmögliche Glück für viele erreicht wird. Die Philosophin Cornelia Bruell stellt den Utilitarismus Mills vor, der den Nutzen einer Handlung in den Mittelpunkt stellt und auf einem solidarischen Weltbild beruht.

Demenz: Nur die Gegenwart zählt

Erfahrungen mit meiner Mutter

Kann man von Demenzkranken etwas lernen? Diese Frage beschäftigt die Autorin, seit die Krankheit vor rund zehn Jahren bei ihrer Mutter diagnostiziert wurde. Sie schildert den Verlauf und wie sich ihr Blick auf die Demenz gewandelt hat. Wichtig ist, offen zu bleiben für die Überraschungen des Lebens.

Vortrag: Unsere Daten schützen

Was geschieht mit den Daten, die wir im Netz hinterlassen? Der Netzaktivist und Grünen-Politiker Malte Spitz fordert Maßnahmen zum Schutz. Jeder müsse aktiv werden

Smartphone: Die Freiheit zurückgewinnen

Interview mit Dr. Martina Aßmann

Wir nutzen das Smartphone, um uns abzulenken und uns selbst auszweichen, beobachtet die Psychotherapeutin Dr. Martina Aßmann. Im Interview empfiehlt sie mehr Achtsamkeit. Beim Griff nach dem Smartphone könnten wir uns zuerst fragen: Wie geht es mir jetzt, was brauche ich gerade? Und so das Beruhigungssystem im Gehirn aktivieren.

Wie geht digitale Nachhaltigkeit?

Ein Buch von Malte Spitz

Daten als „Öl des 21. Jahrhunderts“? Der Vergleich ist gewagt. Grünen-Politiker und Netzaktivist Malte Spitz nutzt ihn, um zentrale Fragen des digitalen Zeitalters aufzuwerfen, insbesondere wie ein nachhaltiger Umgang mit Daten aussehen könnte. Spitz fordert eine gesellschaftliche Debatte.

Mit Mitgefühl ärgerlich sein

Anleitung zum Umgang mit Emotionen

Was tun, wenn starke Emotionen wie Ärger und Zorn uns überwältigen? Die Philosophin Heidemarie Bennent-Vahle hat mit ihrer „Angemesenheitsprüfung“ einen Leitfaden entwickelt, mit Emotionen kraft des Denkens gut umzugehen. Dafür schlägt sie vier Schritte vor, eine Situation zu durchdenken.

Wer den digitalen Giftmüll entsorgt

Der Film „Cleaners“

Im Internet gibt es verstörende Bilder von Gewalt und sexuellem Missbrauch. Damit Menschen davon unbelästigt in sozialen Netzwerken unterwegs sein können, gibt es die „Cleaners“, die das Internet durchpflügen, und entscheiden, was gelöscht wird. Der Film “The Cleaners” dokumentiert ihre Arbeit.

Robotik: Zukunft als Chance

Ein Gespräch mit Zukunftsforscherin Cornelia Daheim

Bis 2030 könnte die Hälfte aller Arbeitsplätze durch die Automatisierung vernichtet werden. Doch Robotik und Digitalisierung bieten auch Chancen, wie die Zukunftsforscherin Cornelia Daheim erklärt: Wir können mehr Freiräume gewinnen, zwischenmenschliche Kontakte stärken und Gesellschaft neu erfinden.

Vom Bitcoin zum Shitcoin

Ein Gastbeitrag von Hubert Thurnhofer

Der Hype um die Internetwährung Bitcoin ist verflogen. Hubert Thurnhofer erklärt, wie Bitcoins funktionieren und warum sie als Gegenpol zu üblichen Währungen entwickelt wurden. Von der ursprünglichen Idee sei nicht viel geblieben, so das Fazit des Autors. „Die Krytowährung ist aus ethischen Gründen abzulehnen.“

Digitalisierung: So ein komisches Bauchgefühl

Ein Standpunkt von Sabine Breit

Droht die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche uns „Nutzer“ zu kleinen Robotern zu machen? Wir vereinheitlichen unser Verhalten – und Sprache und Denken gleich mit. Die Linguistin Sabine Breit macht Mut: Die Konzerne geben den Ton an. Aber noch sei Zeit zu gestalten, welche Technik wir wollen und welche nicht.

„Freude ist die Schwester der Hoffnung“

Ein Interview mit Verena Kast

Freude und andere „gehobene Emotionen“ sind der Psychologieprofessorin und Psychotherapeutin Verena Kast ein Herzensanliegen. Freude macht innerlich warm und verbindet uns mit anderen. Im Interview erklärt sie, warum sie für die Freude kämpft, warum Freude kreativ macht und neue Möglichkeitsräume entstehen lässt.

Ich bin doch keine Maschine!

Gastbeitrag über das ethische Dilemma der Digitalen Revolution

Roboter und Künstliche Intelligenz verändern die Arbeitswelt grundlegend und machen viele Jobs überflüssig. Doch wo bleibt die ethische Diskussion, fragt Evi Hartmann. Da die Digitale Revolution nicht aufzuhalten ist, sollten wir Kompetenzen erlernen, um damit umzugehen, so ihre Position.

test