Gesellschaft

Müssen wir ärmer werden?
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Müssen wir ärmer werden?

Ethische Alltagsfragen
In der Rubrik “Ethische Alltagsfragen” greift der Philosoph Jay Garfield eine Aussage auf, die der Papst in dem 2018 erschienenen Film von Wim Wenders gemacht hat: „Wir im Westen müssen ärmer werden“, denn es sei unmoralisch, so viel zu besitzen, während andere arm sind. Stimmt das?

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Sprache als Kampfmittel
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Sprache als Kampfmittel

Standpunkt von Sabine Breit

Sabine Breit beobachtet eine Verrohung von Sprache. Begriffe wie „Asyltourismus“ und „Ankerzentren“ standen am Anfang einer hitzigen Diskussion über Zuwanderung. Seit Chemnitz hat die Polarisierung weiter zugenommen. Sie fordert, dass wir sprachlich abrüsten.

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Mit Liebe kämpfen, nicht mit Waffen
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Mit Liebe kämpfen, nicht mit Waffen

Arun Gandhi beantwortet Fragen von Lesern

Wie leben wir gewaltlos? Wie gehen wir mit starken Emotionen um? Wie verhalten wir uns zu Krieg, Armut und Ungerechtigkeit? Arun Gandhi, der Enkel des Mahatma Gandhi, beantwortet Fragen von Leserinen und Lesern dieser Plattform.

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Wertschätzung des Weiblichen
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Wertschätzung des Weiblichen

Über das Unbehagen der modernen Frau

Was moderne Frauen von matriarchalen Prinzipien lernen können, dazu äußert sich die Sozialanthropologin und Frauenforscherin Veronika Bennholdt-Thomsen im Interview. Die Autorin untersuchte matriarchale Strukturen in der südmexikanischen Kleinstadt Juchitán, in der die Frauen das Sagen haben.

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Brauchen wir ein neues Geldsystem?
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Brauchen wir ein neues Geldsystem?

Über die Vollgeldinitiative in der Schweiz
Die Schweizer Vollgeld-Initiative wollte das alleinige Recht auf Geldschöpfung der Nationalbank übertragen. Was sonst, fragt der gesunde Menschenverstand. Doch die Schweizer stimmten dagegen. Zu recht, argumentiert Hubert Thurnhofer, denn wer diesen radikalen Wandel will, müsse gleichzeitig Derivate und Privatbanken abschaffen.

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Gibt es allgemein verbindliche Grundwerte?
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Gibt es allgemein verbindliche Grundwerte?

Ein Standpunkt von Hubert Thurnhofer

Alle Arten von Moral seien gleichwertig, sagt der Anthropologe Michael Tomasello. Dürfen wir daher zum Beispiel die moralisch begründete Genitalverstümmelung von Mädchen nicht verurteilen? Der Philosoph Hubert Thurnhofer ruft dazu auf, über ethische Grundwerte zu diskutieren.

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Smartphone: Die Freiheit zurückgewinnen
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Smartphone: Die Freiheit zurückgewinnen

Interview mit Dr. Martina Aßmann

Wir nutzen das Smartphone, um uns abzulenken und uns selbst auszweichen, beobachtet die Psychotherapeutin Dr. Martina Aßmann. Im Interview empfiehlt sie mehr Achtsamkeit. Beim Griff nach dem Smartphone könnten wir uns zuerst fragen: Wie geht es mir jetzt, was brauche ich gerade? Und so das Beruhigungssystem im Gehirn aktivieren.

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„Passivität ist keine Antwort“
Foto: privat

„Passivität ist keine Antwort“

Jan van Aken im Portrait

Acht Jahre saß Jan van Aken für die Linke im Bundestag, sein Thema: Waffenexporte. Er durchlief keine Politikerkarriere, sondern arbeitete zuvor als UN-Biowaffeninspekteur und als Campaigner bei Greenpeace. „Wie mische ich mich ein“ ist eine zentrale Frage in seinem Leben.

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Pazifismus: für mehr Vernunft in der Debatte
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Pazifismus: für mehr Vernunft in der Debatte

Ein Vortrag von Wilfried Hinsch zum Nachhören

Der Philosoph Professor Wilfried Hinsch setzt sich für einen „aufgeklärten Pazifismus“ ein. In seinem Vortrag kritisiert er den „radikalen Pazifismus“, der eigentlich nur im religiösen Kontext begründbar sei. Er fordert Pragmatismus, um mehr Menschen zu schützen.

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Wie Sprache Wirklichkeit schafft
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Wie Sprache Wirklichkeit schafft

Ein Essay von Sabine Breit

Die Linguistin Sabine Breit untersucht die Wechselwirkung von Sprache und Zeitgeist. Das “Recht des Stärkeren” prägt noch immer unsere Welt und fördert Konkurrenz und Machtdenken, gerade auch in Unternehmen. Doch langsam bricht sich eine kooperative Kultur Bahn. Es ist Zeit, neue Begriffe zu nutzen – für eine Kultur des Miteinander.

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Für eine Kultur der Gewaltlosigkeit
Der kleine Arun Gandhi mit seinem Großvater Mahatma Gandhi.

Für eine Kultur der Gewaltlosigkeit

von Arun Manilal Gandhi

Der Gandhi-Enkel Arun Gandhi trägt das Erbe seines berühmten Großvaters weiter. Der 84-Jährige spricht über die Praxis der Gewaltlosigkeit und wie diese in der persönlichen Transformation wurzelt. Es gehe darum, Gewalt in jeglicher Form zu verwandeln und die menschlichen Potenziale zu entfalten. Als Beispiel wählt er eine Initiative für die Weber in Mumbai.

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„Der Zusammenhalt hat uns gerettet“
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„Der Zusammenhalt hat uns gerettet“

Ein Besuch in Israel

Vor 70 Jahren wurde der Staat Israel in Palästina gegründet. Hilda Simcha, 95, gehörte zu den Einwanderern der ersten Stunde. Nachdem sie die Hölle von Auschwitz überlebte, gründete sie den Kibbuz Netzer Sereni nahe Tel Aviv mit, in dem sie heute ihren Lebensabend verbringt. Birgit Stratmann hat sie besucht.

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Vom Bitcoin zum Shitcoin
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Vom Bitcoin zum Shitcoin

Ein Gastbeitrag von Hubert Thurnhofer

Der Hype um die Internetwährung Bitcoin ist verflogen. Hubert Thurnhofer erklärt, wie Bitcoins funktionieren und warum sie als Gegenpol zu üblichen Währungen entwickelt wurden. Von der ursprünglichen Idee sei nicht viel geblieben, so das Fazit des Autors. „Die Krytowährung ist aus ethischen Gründen abzulehnen.“

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Digitalisierung: So ein komisches Bauchgefühl
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Digitalisierung: So ein komisches Bauchgefühl

Ein Standpunkt von Sabine Breit

Droht die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche uns „Nutzer“ zu kleinen Robotern zu machen? Wir vereinheitlichen unser Verhalten – und Sprache und Denken gleich mit. Die Linguistin Sabine Breit macht Mut: Die Konzerne geben den Ton an. Aber noch sei Zeit zu gestalten, welche Technik wir wollen und welche nicht.

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Warum nutzen wir unsere Macht nicht?
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Warum nutzen wir unsere Macht nicht?

Ein Essay von Christoph Quarch

Als Bürgerinnen und Bürger einer Demokratie haben wir Macht. Warum aber nutzen wir sie nicht und überlassen den politischen Eliten das Feld? Der Philosoph Christoph Quarch antwortet mit Hannah Arendt: Macht entsteht, wenn Menschen gemeinsam politisch handeln. Das geschieht aber in Zeiten von Konsum und Internet kaum noch.

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Singen, bis es keine Nazis mehr gibt
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Singen, bis es keine Nazis mehr gibt

Ein Portrait von Esther Bejarano

Einst musste sie im Mädchenorchester von Auschwitz um ihr Leben spielen. Heute steht die 93-jährige Sängerin Esther Bejarano mit Rappern auf der Bühne und ruft zum Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit und Neonazismus auf.

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#Metoo: Es geht um Selbstbestimmung
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#Metoo: Es geht um Selbstbestimmung

Ein Standpunkt der Philosophin Ina Schmidt

Der Hashtag Metoo hat eine Debatte über sexuelle Gewalt initiiert. Doch oft bleiben alte Muster unberührt: die Frau als Objekt, der Mann in der Machtposition. Ina Schmidt fragt, worum es eigentlich gehen sollte: unser Frauenbild, unser Verständnis von Weiblichkeit und Sexualität und die Frage, wie Frauen selbstbestimmt leben können.

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Sind wir nur eine Zuschauer-Demokratie?
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Sind wir nur eine Zuschauer-Demokratie?

Ein Gespräch mit Jürgen Wiebicke

Wählerverachtung ist die falsche Antwort auf das Erstarken der AfD, sagt Jürgen Wiebecke, Philosoph und Moderator der Sendung „Das philosophische Radio“. Im Interview spricht er über die Krise der Demokratie, wo die Schwächsten sich nicht repräsentiert fühlen, den Verlust der Zuversicht und wie wir Selbstwirkamkeit und Engagement stärken können.

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Demokratie lebt von Beteiligung
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Demokratie lebt von Beteiligung

Interview mit Karin Heuer

Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg im Juli 2017 in Hamburg gab es breiten politischen Protest. Karin Heuer, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Hamburg, kritisiert im Interview die G20 als Club der Privilegierten. Sie spricht über verkrustete Demokratien und wünscht sich mehr Beteiligung und Streitlust um wirklich wichtige ethische Anliegen.

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Den Sozialstaat revolutionieren
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Den Sozialstaat revolutionieren

Buch von Straubhaar zum Grundeinkommen

Bedingungsloses Grundeinkommen statt Sozialstaat, so die Idee des Ökonomen Thomas Straubhaar. Er hat nachgerechnet, ob das Grundeinkommen für alle realistisch ist. Seine Forschungsarbeit stellt er in seinem Buch “Radikal gerecht” vor. Wir veröffentlichen ein Gespräch mit dem Vordenker, ein Video der Körber-Stiftung.

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Hilfe bei Altersarmut

LichtBlick für ein Seniorenleben in Würde

Jeder fünfte 67-Jährige könnte Studien zufolge 2036 von Altersarmut bedroht sein. „Jeder Einzelne ist heute gefordert, sich für ein würdevolles Leben aller in der Gesellschaft einzusetzen“, sagt Lydia Staltner im Interview. Sie ist Vorsitzende des Vereins LichtBlick Seniorenhilfe und versteht sich als Fürsprecherin für ältere Menschen.

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Über die die Scham, ein Mensch zu sein
Foto: privat

Über die die Scham, ein Mensch zu sein

Mahnung eines Holocust-Überlebenden

Horst Efraim Goldschmidt (1921-2018) hat Auschwitz überlebt. Rechtsnationale Statements aus Führungskreisen der AfD verfolgte er mit großer Sorge. Ein „Schlussstrich unter Deutschlands Nazi-Vergangenheit“, wie Alexanxer Gauland von der AfD es forderte, hielt Goldschmidt für gefährlich. Einer der letzten Zeugen des Holocaust berichtet, wie er den Nationalsozialismus erlebt hat.

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"Ich habe Vertrauen in die Demokratie"

Eine Deutsch-Rumänin zum Erfolg der AfD

Cristina Grovu, 37, ist rumämischer Abstammung und seit 1990 in Deutschland. Sie hat Freundlichkeit ebenso erfahren wie alltäglichen Rassismus. In ihrem Artikel erklärt sie, warum sie keine Angst hat, dass die AfD in den Bundestag einzieht. Sie setzt auf die Demokratie und eine wache Zivilgesellschaft.

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Politik ohne Utopie?
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Politik ohne Utopie?

Ein Standpunkt von Birgit Stratmann

Wie stellen wir uns die Gesellschaft vor, in der wir in Zukunft leben wollen? Wenn Parteien wichtige Zukunftsfragen nicht stellen, kann dies bedeuten, dass das derzeitige Parteiensystem nicht mehr tauglich ist und wir über neue Formen von Demokratie nachdenken müssen. „Wir brauchen Utopien“, so ethik-heute-Redakteurin Birgit Stratmann nach der Wahl 2017, auch um Protestwähler zurückzugewinnen.

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Eine Gesellschaft braucht Gesetze
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Eine Gesellschaft braucht Gesetze

Warum ethisches Verhalten allein nicht ausreicht

Wozu brauchen wir eigentlich Gesetze? Ist ethisches Handeln nicht wichtiger als gesetzliche Regelungen? Volker Ladenthin, Professor für Erziehungswissenschaften, erklärt, warum Gesetze kulturellen Fortschritt ermöglichen. Bestenfalls beruhen sie auf ethischen Überlegungen.

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Vertrauen und innere Sicherheit
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Vertrauen und innere Sicherheit

Ein Essay von Ina Schmidt

Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis, nicht nur in Politik und Gesellschaft, sondern auch im Leben jedes Einzelnen. Gleichzeitig ist das Leben selbst unsicher. In diesem Dilemma hilft nur eins, so die Philosophin Ina Schmidt: Vertrauen – auch darauf, dass wir mit Unsicherheit leben lernen können.

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Ganzheitlich denken
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Ganzheitlich denken

Ein Appell von Efraim Goldschmidt

Den tieferen Sinn im Leben zu erkennen, darum ging es Efraim Goldschmidt ein Leben lang. Als Jude 1921 in Berlin geboren, überlebte er Auschwitz. Er will ein ganzheitliches Denken fördern. Wenn wir die Einheit der Menschen mit allem, was existiert, sehen, können wir eine neue Gesellschaft schaffen. Goldschmidt empfiehlt eine Weltanschauung der Vernunft, die er Einheitsbewusstsein nennt.

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„Jeder ältere Mensch braucht eine Aufgabe“
Foto: Kirsten Baumbusch

„Jeder ältere Mensch braucht eine Aufgabe“

Interview mit Ursula Lehr

Die ehemalige Familienministerin Ursula Lehr, 87, hat wichtige Impulse für die Altersforschung gegeben. Im Interview spricht Lehr über ein zufriedenes Altern, Generationengerechtigkeit und wie wichtig es ist, sich immer wieder neue Ziele zu setzen. „Wer keine Aufgabe hat, gibt sich auf“, so ihr Fazit.

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Wenn Angst die Welt regiert

Ein Plädoyer für Besonnenheit

Nicht erst seit dem Selbstmordattentat von Manchester ist die Angst zu einem bedrohlichen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Für die Autorin Christa Spannbauer entsteht Zuversicht, wenn wir bewusst mit unserer Angst umgehen.

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Mehr Mut zur Demokratie
Foto Uschi Oswald

Mehr Mut zur Demokratie

Ein Interview mit Christian Felber

Christian Felber, Begründer der Gemeinwohl-Ökonomie, träumt von einer Gesellschaft, die ökologisch nachhaltig, sozial gerecht und friedvoll ist. Im Interview fordert er mehr direkte Demokratie, mehr Partizipation und Teilhabe am Reichtum. So könne man den Rechtspopulisten das Wasser abgraben und neue Visionen Wirklichkeit werden lassen.

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Schützt unsere Demokratie nur die Eliten?

Interview mit Rainer Mausfeld

Die Repräsentative Demokratie schütze nicht die Interessen des Gemeinwohls, sondern der Eliten, sagt Kognitionsforscher Professor Rainer Mausfeld. Im Gespräch mit Ken Jebsen denkt er über ein anderes Demokratieverständnis nach und die Frage: Was hindert uns daran, für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen?

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„Hasssprache ist ansteckend“

Interview mit dem Neurowissenschaftler Joachim Bauer

Hass überträgt sich leicht auf andere, sagt Professor Joachim Bauer. Im Interview mit Michaela Doepke spricht der bekannte Buchautor über die gefährliche Hass-Sprache der Populisten und die Rolle der Medien. Besonnenheit sei das Gebot der Stunde, so Bauer.

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„Die Digitalisierung entfremdet uns“
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„Die Digitalisierung entfremdet uns“

Interview mit Christoph Quarch

Die Digitalisierung ist ein Produkt des Machbarkeitsdenkens, so Christoph Quarch. Der Philosoph spricht im Interview über unsere Abhängigkeit von Maschinen, neue Menschenbilder und den Verlust menschlicher Würde.

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Ich oder die anderen? Nur ein scheinbarer Gegensatz
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Ich oder die anderen? Nur ein scheinbarer Gegensatz

Ein Essay von Nicolas Dierks

Täglich verteidigen wir unsere Freiheit gegen Ansprüche anderer, schreibt der Philosoph Nicolas Dierks. Doch es besteht die Gefahr, dass wir in einen radikalen Subjektivismus abgleiten, der unser Leben verarmen lässt und die Gesellschaft fragmentiert. Rücksicht auf andere zu nehmen, schwächt nicht unsere Freiheit, es ist Ausdruck unserer Verbundenheit, so Dierks.

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Die Beschwörung des gesunden Lebens
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Die Beschwörung des gesunden Lebens

Wie politisch ist Ernährung?

Gute Ernährung ist zu einer Art Kult geworden, gerade auch unter jungen Menschen. Statt sich Exzessen und Mutproben hinzugeben, achtet man peinlich genau darauf, was man zu sich nimmt. Kulturwissenschaftler Wolgang Ullrich fragt, was der Alarmismus beim Essen zu bedeuten hat. Könnte es eine andere Form sein, sich gegen Fremdes abzugrenzen?

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Eine andere Ökonomie ist möglich
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Eine andere Ökonomie ist möglich

Christian Felber über die Gemeinwohl-Ökonomie

Christian Felber entwirft eine Alternative zu kapitalistischer Markt- und zentraler Planwirtschaft. In der Gemeinwohl-Ökonomie soll sich das Wirtschaften an Ethik und menschlichen Bedürfnissen orientieren. Über 2000 Unternehmen aus 40 Staaten sowie Gemeinden und Universitäten tragen die Bewegung.

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Leben braucht Grenzen
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Leben braucht Grenzen

Eine Kolumne von Christoph Quarch

Der Philosoph Christoph Quarch sieht in dem Wunsch nach Grenzenlosigkeit eine Form des Egoismus: nach ungebremstem Wachstum, technologischem Fortschritt, unbegrenzter Kommunikation. Doch das Leben setzt natürliche Grenzen, die es zu achten gelte.

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Make America kind again!
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Make America kind again!

Eve Marko über die Sorgen der Latinos

Trumps Ankündigung, massenhaft illegale Einwanderer abzuschieben, hat unter den Latinos in den USA Angst ausgelöst. Die Amerikanerin Eve Marko berichtet von Netzwerken und Initiativen, die Menschen zu schützen, die schon so lange in den USA leben.

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Gelingendes Altern
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Gelingendes Altern

Was haben gut alternde Menschen gemeinsam?

Nur wenige Babyboomer blicken mit Zuversicht auf das Alter. Dabei wäre es für die Gesellschaft wichtig, dass sich Menschen rechtzeitig Gedanken darüber machen, wie der letzte Lebensabschnitt gelingen kann. Eine Spurensuche von Babyboomerin Kirsten Baumbusch, die auch mit der ehemaligen Familienministerin Ursula Lehr sprach.

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Wir brauchen soziale Gerechtigkeit
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Wir brauchen soziale Gerechtigkeit

Standpunkt des Unternehmers Ernst Holzmann

Laut Oxfam besitzen die acht reichsten Menschen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Der Unternehmer Ernst Holzmann fordert soziale Gerechtigkeit, um den sozialen Frieden zu sichern. Ein Mindestlohn von 10 Euro sei ein guter Anfang.

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Die Welt, wie sie mir gefällt
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Die Welt, wie sie mir gefällt

Christoph Quarch über den neuen Pippi-Kult

Selbstliebe wird heute groß geschrieben, dafür steht der neue Pippi Langstrumpf-Kult. Aus Sicht des Philosophen passt das zum „Postfaktischen“: die Fakten ausblenden und sich eine eigene Welt kreieren. Mit Donald Trump hat diese Strategie nun auch die Politik erreicht.

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Rassismus: „Ich spürte den Riss in mir“

Denkwürdiger Besuch in New York

Barbara Marx, Übersetzerin und Mutter, war ein paar Tage allein in New York. Sie erlebte Rassismus am eigenen Leib und erfuhr, wie tief die Diskriminierung in der Gesellschaft und im Bewusstsein der Menschen verankert sind. Sich das bewusst zu machen ist nötig, um Vourteile zu überwinden.

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Effektiver Altruismus
Angeles Nassar

Effektiver Altruismus

Matthieu Ricard über ein Gespräch mit Peter Singer

Der Philosoph Peter Singer plädiert für „Effektiven Altruismus“, also Hilfe für andere davon abhängig zu machen, was sie bringt. Matthieu Ricard berichtet über sein Gespräch mit Singer und stimmt zu: Man dürfe sich nicht von Gefühlen leiten lassen, sondern solle beim Helfen die Vernunft einschalten.

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Vertrauen macht stark
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Vertrauen macht stark

Gedanken zu Weihnachten in Zeiten des Terrors

Der Terroranschlag in Berlin kurz vor Weihnachten hat Deutschland erschüttert. Trotzdem, so der Philosoph Christoph Quarch in seinem Kommentar, sollten wir uns nicht von Angst und Wut übermannen lassen, sondern Vertrauen kultivieren. Vertrauen ist das, was uns Menschen stark macht.

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USA: „Jetzt ist die Zeit zuzuhören“
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USA: „Jetzt ist die Zeit zuzuhören“

Eine Stimme aus den USA nach der Wahl von Donald Trump

Eve Marko, Zenlehrerin und Friedensaktivistin in den USA, war geschockt, dass Trump ins Weiße Haus gewählt wurde. Sie schildert, sie mit Fremdheit und Unverständnis umgeht und versucht, sich zu öffnen für das, was ist. „Jetzt ist die Zeit hinzuhören“, so ihre Einsicht.

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„Wir denken zuerst reflexartig an uns selbst"
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„Wir denken zuerst reflexartig an uns selbst"

Ein Gespräch mit dem Philosophen Jay Garfield

Zu ethischem Verhalten gehört, die Welt weniger selbstzentriert wahrzunehmen, sagt Jay Garfield. Im Interview mit Birgit Stratmann spricht er über die Vielfalt ethischer Ansätze, menschliche Dilemmata und warum der Konsum eines der größten ethischen Probleme ist.

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Wegschauen ist keine Option
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Wegschauen ist keine Option

Eine Replik auf Jakob Augstein

Jakob Augstein fordert in einer Kolumne auf Spiegel online dazu auf, wegzuschauen, wenn drastische Bilder, etwa von Kindern im Krieg, gezeigt werden. Doch als politische Bürger sollten wir uns bewusst mit dem Leiden konfrontieren und uns für eine Kultur der Gewaltlosigkeit einsetzen, entgegnet Birgit Stratmann.

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Die Macht der künstlichen Intelligenz
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Die Macht der künstlichen Intelligenz

Wie die Technik den Menschen beherrscht

Google sammelt nicht nur Daten, sondern ist auch treibende Kraft im Bereich Künstlicher Intelligenz. Werden in Zukunft intelligente Maschinen die Geschicke auf der Erde bestimmen? Der Philosoph Christoph Quarch erklärt, was die Visionen der It-Giganten für uns bedeuten könnten.

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Moral ist einfacher als wir denken
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Moral ist einfacher als wir denken

Wider den Perfektionismus

Wir wollen ökologisch und sozial nachhaltig einkaufen, tun es aber nicht. Evi Hartmann, Autorin des Buches „Wie viele Sklaven halten Sie“, empfiehlt in ihrem Gastbeitrag einen anderen Ansatz: Behavioral Activation. Lieber kleine Dinge sorfot tun, als große Ideale vor sich hertragen.

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Emotionale Intelligenz reicht nicht
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Emotionale Intelligenz reicht nicht

Ein Gastbeitrag von Vivian Dittmar

Emotionale Intelligenz hat Konjunktur, Gefühle werden immer wichtiger, sogar im Berufsleben. Doch ist ein emotional kompetenter Mensch auch ein guter Mensch? Oder muss nicht die ethische Integrität hinzukommen? Gedanken dazu von Vivian Dittmar, Trainerin für soziale Kompetenz.

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Warum Frauen Kopftuch tragen
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Warum Frauen Kopftuch tragen

Kurze Geschichte der Verschleierung

An der „Kopftuchfrage“ entzünden sich heftige Debatten. Die Philosophin Ursula Baatz wirft einen Blick in die Geschichte der Verschleierung und zeigt ein differenziertes Bild: Für manche Frauen ist das Tragen des Kopftuchs oder Schleiers ein religiöses Statement, für andere ein Zeichen der Emanzipation.

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Rassismus in den Herzen
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Rassismus in den Herzen

Ein weißer Amerikaner zu Gewalt und versteckten Vorurteilen

Der Rassismus ist tief in der amerikanischen Gesellschaft und im Bewusstsein von Weißen und Schwarzen verankert, schreibt der US-Philosoph Jay Garfield. Ein Ende der Gewalt und ein Erfolg der Black Lives Matter-Bewegung sei nur möglich, wenn es gelingt, versteckte Vorurteile zu überwinden.

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Mit Biotec den neuen Menschen designen
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Mit Biotec den neuen Menschen designen

Google auf Einkaufstour

Google sammelt nicht nur Daten, sondern kauft auch Biotechnologie-Firmen. Das Ziel: das menschliche Ergbut manipulieren und Körper kreieren, die frei sind von Krankheit, Behinderung, vielleicht sogar dem Tod. Lesen Sie den 2. Teil der Artikelserie von Christoph Quarch über die Visionen der It-Giganten.

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Der schwierige Weg zur Versöhnung
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Der schwierige Weg zur Versöhnung

Eine Jüdin bricht das Schweigen

Judith Levi, 72, ist eine amerikanische Professorin für Linguistik und sehr sprachgewandt. Doch was die Geschichte ihrer jüdischen Familie betrifft, herrschte Jahrzehnte lang Schweigen. Eine Reise nach Deutschland brachte die Wende. Heute wirbt Levi für Versöhnung.

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Dann denkt mit dem Herzen!
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Dann denkt mit dem Herzen!

Ein Aufschrei in der Flüchtlingsdebatte von Konstantin Wecker

In seinem neuen Buch „Dann denkt mit dem Herzen“ setzt Liedermacher Konstantin Wecker in der Flüchtlingsdebatte den kalten Stimmen der „Vernünftigen“ die warme Stimme des Herzens entgegen. Lesen Sie hier das Vorwort seiner Streitschrift, ein Plädoyer für Mitgefühl.

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Gut gerüstet für die Zukunft
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Gut gerüstet für die Zukunft

Straubhaar zum demografischen Wandel

Der renommierte Ökonom Thomas Straubhaar spricht im Interview mit der Körber-Stiftung über Alterung, Zuwanderung und damit verbundene Ängste. Er macht Mut: Wir verkraften das, so Straubhaar, und sind gut gerüstet für die Zukunft. Schauen Sie das Video.

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„Die Religion ist Privatsache“
Jens Nagels

„Die Religion ist Privatsache“

Der Dalai Lama über unsere Verantwortung für den Frieden

Im Namen der Religion werden Konflikte geschürt. Für den Dalai Lama ist Ethik wichtiger als Religion. Er ruft religiöse Menschen dazu auf, für Harmonie zu sorgen. An die Muslime gerichtet, fragt er: Wenn Schiiten und Sunniten um den Segen Allahs bitten: Für wen sollte Allah sich entscheiden?

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Big Data und Big Business
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Big Data und Big Business

Wird der Mensch abgeschafft?

Die IT-Giganten des Silicon Valley dehnen ihre Macht mit Hilfe von Internet und Technik aus. Big Data, das massenhafte Sammeln von Daten, ist nur der Anfang. Der Philosoph Christoph Quarch beschreibt in einer Artikelserie, wie mit Bio-Tech, Robotik und Künstlicher Intelligenz der Mensch, wie wir ihn kannten, abgeschafft zu werden droht.

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Solidarität in Zeiten der Globalisierung
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Solidarität in Zeiten der Globalisierung

Interview mit dem Philosophen Jay Garfield

Kann es in Zeiten der Globalisierung eine globale Ethik geben? Jay Garfield spricht im Interview über Werte in den verschiedene Kulturen, wann es sich lohnt, für Werte zu kämpfen und wie eine Solidargemeinschaft zwischen Einwanderern und Einheimischen entstehen kann.

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Die Zukunft des Kapitalismus
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Die Zukunft des Kapitalismus

Die Wirtschaftskorrespondentin der taz, Ulrike Herrmann, spricht in einem Vortrag über den Kapitalismus heute. Dieser sei keine Marktwirtschaft, sondern eine Konzentration von Kapital und Technik mit starkem Verdrängungswettbewerb. Hören Sie rein.

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Demokratie lebt von Gespräch und Streitkultur
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Demokratie lebt von Gespräch und Streitkultur

Ein Standpunkt von Christoph Quarch

Den Rechtsruck in Deutschland zu beklagen hilft nicht weiter, sagt der Philosoph Christoph Quarch. Wer die Demokratie bewahren will, muss bereit sein, auch mit unliebsamen politischen Gegnern zu reden. Denn die politische Kultur lebt vom Gespräch, vom Ringen um Positionen. Wer das Gespräch verweigert, entwertet die Demokratie.

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Menschenrechte als Leitlinien des Handelns
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Menschenrechte als Leitlinien des Handelns

Interview mit der Philosophin Ursula Baatz

Obergrenzen für Flüchtlinge und nationale Grenzkontrollen wären das Ende der Europäischen Union. Die Philosophin Dr. Ursula Baatz (Wien) spricht im Interview über nationalen Egoismus, die Doppelmoral der Europäer und die Notwendigkeit,den Rechtspopulisten zu begegnen, indem man die europäischen Werte konsequent lebt.

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Vortrag: Die Evolution der Emotionen
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Vortrag: Die Evolution der Emotionen

Und was wir mit den Tieren gemeinsam haben
Der Psychiater Dr. Preiter sprach am 25. 11. 2015 über die Entstehung der Emotionen, ihre große Bedeutung für unser Leben und darüber, wie viel Tier im Menschen steckt.

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Nach dem Terror: Wir müssen politischer werden
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Nach dem Terror: Wir müssen politischer werden

Ein Standpunkt von Christoph Quarch

Nach den Terroranschlägen von Paris hätte ein Ruck durch Europa gehen müssen. Die Bürger hätten sich zusammenschließen und eine gemeinsame Antwort finden müssen. Aber die Deutschen bleiben lieber in der Komfortzone und leben, als wäre nichts geschehen, so der Philosoph.

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„Der Terror zeigt unsere Verwundbarkeit“
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„Der Terror zeigt unsere Verwundbarkeit“

Interview mit der Philosophin Ina Schmidt zu den Terroranschlägen in Paris

Ina Schmidt glaubt nicht an militärische Gewalt als Antwort auf die Anschläge in Paris. Aber auch einem Dialog mit Terroristen sind Grenzen gesetzt. Im Interview fordert sie dazu auf, uns selbst stärker im Guten, in ethischen Werten zu verankern und eine gemeinsame europäische Identität zu schaffen.

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Was ist das Böse?
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Was ist das Böse?

Ein Essay der Philosophin Ina Schmidt

In Zeiten von Gewalt und Terror sind wir schnell dabei, die Welt in „gut“ und „böse“ einzuteilen. Oft werden schon Andersdenkende als „böse“ bezeichnet. Für Ina Schmidt ist jedoch das wichtigste Kriterium für „das Böse“, sich und andere nicht als Personen zu verstehen.

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"Wir brauchen einen Bewusstseinswandel"
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"Wir brauchen einen Bewusstseinswandel"

Interview mit Natalie Knapp, 2. Teil

Krisen ereignen sich nicht nur im menschlichen Leben, sondern auch global. Das sehen wir an Klimawandel, Hunger und Gewalt. Sie zu lösen erfordert ein neues Bewusstsein, so die Philosophin Natalie Knapp. Schaffen wir den Übergang vom Ich- zum Wir-Bewusstsein?

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Flüchtlingsdebatte: Mehr Bewegung bitte, altes Europa!
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Flüchtlingsdebatte: Mehr Bewegung bitte, altes Europa!

Ein Standpunkt von Ursula Baatz

„Die Verfassung steht über dem Koran“. Mit schrägen Vergleichen veröffentlicht der Philosoph Rüdiger Safranski seine Gedanken zur Flüchtlingskrise in der WELT. Eine Replik der Philosophin Ursula Baatz.

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Russland gehört zu Europa
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Russland gehört zu Europa

Ein Gastbeitrag von Friedrich Schorlemmer

Die Beziehung zwischen Russland und den europäischen Staaten ist wichtig für den Frieden in Europa. Doch im Zuge der Syrien- und Ukraine-Krise haben sich die Fronten erneut verhärtet. Friedrich Schorlemmer wirbt mit einer historischen Einordnung dafür, Russland zu verstehen und die Annäherung zu suchen.

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Flüchtlingsdebatte: Deutschland in 2045
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Flüchtlingsdebatte: Deutschland in 2045

Ein Gedankenexperiment

Nach anfänglicher spontaner Willkommenskultur für Asylsuchende in Deutschland drohen nun wieder rückwärtsgewandte Überlegungen das Handeln zu bestimmen. Der Philosoph Florian Goldberg regt an, Deutschland von der Zukunft her zu denken. Wie stellen Sie sich das Land in 30 Jahren vor?

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Flüchtlingsdebatte: Wie ernst meinen wir es mit den Werten?
Foto: Michael Reichel

Flüchtlingsdebatte: Wie ernst meinen wir es mit den Werten?

Ein Kommentar von Friedrich Schorlemmer

Wie ist es um die Demokratie bestellt, wenn viele Flüchtlinge zu uns kommen? Friedrich Schorlemmer erinnert an dunkle Zeiten in Deutschland und mahnt, sich der Fremdenfeindlichkeit zu widersetzen. Denn, so der Theologe, „die weltweiten Flüchtlingstragödien haben erst begonnen“.

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Europa ist herzkrank
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Europa ist herzkrank

Ein Kommentar von Christoph Quarch

Am Streit um Griechenland, am Ukraine-Konflikt und besonders am Flüchtlingsproblem zeigt sich die Krankheit Europas, so die Einschätzung des Philosophen Quarch. Ein Wirtschaftsraum zu sein, ist nicht genug. Was Europa fehlt, ist eine Vision, etwa die Idee, ein gemeinsames Haus zu sein.

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Wie gut muss ich sein?
ZWEISAM/photocase.com

Wie gut muss ich sein?

Ein Webinar zum Nachhören mit Christoph Quarch

Unsere neue Webinar-Reihe steht unter dem Motto „Darf man eigentlich…. Mit Ethik durch den Alltag“. Beim letzten Abend am 18. Mai 2015 ging um die Frage, was „gut sein“ eigentlich heißt und welche Wege es gibt, ein harmonisches Leben zu führen. Schauen Sie sich die Aufzeichnung an.

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Gegen Fremdenfeindlichkeit: „Wir brauchen Begegnungen“
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Gegen Fremdenfeindlichkeit: „Wir brauchen Begegnungen“

Interview mit dem Psychotherapeuten Guido Peltzer über Gefühle der Fremdheit

Manche Deutsche fühlen sich fremd im eigenen Land, Rechtspopulisten haben leichtes Spiel. Der Psychotherapeut Dr. Guido Peltzer spricht im Interview über die Ursachen von Ängsten und regt mehr Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Religionen an, insbesondere mit den Muslimen in Deutschland.

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Wohin steuert das Kirchenasyl?
Flüchtlinge aus Syrien, Foto: Dona_Bozzi/shutterstock.com

Wohin steuert das Kirchenasyl?

Asyl-Gesetze versus christliche Nächstenliebe

Kirchen geben Flüchtlingen Asyl, um sie vor der Abschiebung zu schützen, wenn begründete Zweifel an einer gefahrlosen Rückkehr bestehen. Doch Innenminister de Maiziere geht die Nächstenliebe zu weit, er pocht auf Einhaltung der Gesetze. Ist das Kirchenasyl legitim?

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Tsipras kämpft für die Freiheit
Foto: Arvnick/Shutterstock

Tsipras kämpft für die Freiheit

Eine neue griechische Tragödie

Im Hintergrund der politischen Turbulenzen in Griechenland steht eine epochale Auseinandersetzung um die künftige Weltordnung. Es ist ein Ringen zwischen dem Politischen und dem Ökonomismus. Der Philosoph Christoph Quarch zieht Parallelen zur antiken Tragödie. Kann Tsipras den Kampf für die Selbstbestimmung gewinnen?

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Gegen Gewalt in Filmen
Die Filmemacherin Aleksansra Kumorek

Gegen Gewalt in Filmen

Gastbeitrag der Filmemacherin Aleksandra Kumorek

Die Filmemacherin setzt sich entschieden gegen brutale Gewaltdarstellungen in Medien ein. Sie arbeitet gerade an einem neuen Dokumentarfilm über die Meditationslehrerin Ruth Denison, die Gewalt durch Mitgefühl transformiert hat.

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Europa beginnt im Orient
Foto: Anton Balazh/ Shutterstock

Europa beginnt im Orient

Ein Beitrag der Philosophin und Journalistin Ursula Baatz

Wo fängt Europa an, fragt die Journalistin Ursula Baatz. Sie nimmt uns mit auf Spurensuche zu den Ursprüngen der abendländischen Kultur: ins Zweistromland (heute Syrien und Irak), nach Israel, Palästina, Athen und Rom. Europa ist Vielfalt, so ihr Fazit.

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Was hilft gegen Gewalt?
Angeles Nassar

Was hilft gegen Gewalt?

Matthieu Ricard über die Kraft des Mitgefühls

Die Gewalt eskaliert weltweit. Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch und Autor zahlreicher Bücher, appelliert an die Gesellschaft, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre Herzensqualitäten wie Empathie und Mitgefühl zu entwickeln.

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Lasst uns die Menschen willkommen heißen!
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Lasst uns die Menschen willkommen heißen!

Standpunkt: Meine Vision einer offenen Gesellschaft

Frei darüber zu entscheiden, wo man wohnt, sollte ein Menschenrecht sein, sagt Michael Feike, 34. Lesen Sie über seine Vision einer Gesellschaft, in der verschiedene Kulturen und Religionen ihren Platz haben.

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Auf der Jagd nach Quoten und Klicks
bibiphoto/ Shutterstock

Auf der Jagd nach Quoten und Klicks

Verleger Strasser kritisiert die Medien

Der international erfahrene Verleger Christian Strasser hat sich aus der rein profitorientierten Verlagsbranche verabschiedet und setzt sich heute für Ethik und Bewusstseinswandel ein. Im Interview übt er Kritik an einer Medienindustrie, der es nicht um Inhalte gehe, sondern um Quoten, Klicks und Entertainment.

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Für immer Jong
Foto: A. Hilmer

Für immer Jong

Alltag in einem Land, in dem der Mensch nichts zählt

Der Journalist Andreas Hilmer bereiste das abgeschottete Nordkorea. Wie sieht es aus in einem Land, in dem der Mensch nichts zählt und ethische Werte keine Rolle spielen? Lesen Sie den erschütternden Bericht, der auch zeigt, warum es sich lohnt, für westliche Werte einzustehen.

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Emotionen – Schwächen oder Stärken?
sanjaork/Photocase.de

Emotionen – Schwächen oder Stärken?

Was Emotionen für die Ethik bedeuten

Emotionen gelten in unserer scheinbar rationalen Welt als Schwächen. Die Philosophin Bennent-Vahle zeigt in ihrem Essay, wie wichtig Emotionen für ethische Werte sind: Nur wer sich eigenen Gefühlen öffnet, kann sich von Glück und Leiden anderer berühren lassen.

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„Werte kommen aus innerer Erfahrung“
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„Werte kommen aus innerer Erfahrung“

Den Blick nach innen richten, empfiehlt Professor Harald Walach

Meditieren, in der Natur sein, ein Kunstwerk betrachten – Harald Walach spricht im Interview über die Bedeutung innerer Erfahrungen, damit Werte entstehen können. Der Leiter des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften IntraG an der Europa-Universität Viadrina denkt auch über neue Ansätze in der Erforschung des Bewusstseins nach.

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„Würde ist unsere geistige Nahrung“
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„Würde ist unsere geistige Nahrung“

Gedanken der Psychoanalytikerin Luise Reddemann

Niemand kann uns unsere Würde nehmen. Die Psychotherpeutin Luise Reddemann verteidigt Würde als Menschenrecht, das wir uns selbst zuerkennen und zur Grundlage unseres Handelns machen sollten.

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Sind wir noch zu retten?
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Sind wir noch zu retten?

Zukunftskamp in Hamburg – zwischen Fatalismus und Mut

Auf Initiative der Zeit-Stiftung tagte am 11. Oktober in der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel das dritte Zukunftscamp „.vernetzt#“. Einen ganzen Tag lang diskutierten namhafte internationale Experten und das Publikum über die Frage „Wie wollen wir in einer zunehmend globalisierten und vernetzten Welt leben?“.

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Dalai Lama über Ethik
Foto: Jens Nagels

Dalai Lama über Ethik

Ethik heißt, die Interessen der anderen zu achten

Der Dalai Lama versteht unter ethischem Verhalten, dass man sich im Denken und Handeln an den Interessen anderer orientiert und Selbstbezogenheit aufgibt. Im folgenden Beitrag erklärt der Friedensnobelpreisträger es näher.

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Bilder der Gewalt
ChameleonsEye/ Shutterstock

Bilder der Gewalt

Warum wir uns nicht entziehen können

Wir setzen unsere Diskussion fort, ob man Bilder des Grauens anschauen soll oder nicht. Sven Precht betrachtet unser Dilemma, dass uns Gewalt abstößt und gleichzeitig anzieht. Woran liegt das?

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Hinschauen oder Wegschauen?
Ryan Rodrick Beiler/ Shutterstock

Hinschauen oder Wegschauen?

Diskussion: Soll man Bilder des Leidens anschauen?

Die Autorin Juli Zeh hat im „Stern“ eine wichtige Diskussion angestoßen: Sollen wir Bilder, etwa von Exekutionen durch die IS, betrachten? Machen wir uns damit mit den Terroristen gemein? Oder wäre Wegschauen gleichbedeutend mit Gleichgültigkeit?

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Tierisch gut
Y.F. Wong/ Shutterstock

Tierisch gut

Standpunkt: Über die Evolution des Ethischen

Liegt es uns in den Genen, Gutes zu tun? Der Autor Wolf Schneider entdeckt das Tierische im Menschen und zeigt, dass altruistisches Verhalten selbst bei Tieren genetisch begünstigt ist. Sind wir doch nicht die Krone der Schöpfung?

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Für eine bessere Welt
(Grafik: fuereinebesserewelt.info)

Für eine bessere Welt

Aufruf zum Netzwerken und Handeln

Bei einer„Mitmach-Konferenz für engagierte Menschen, Projekte, Organisationen und Unternehmen“ wurden in Hamburg Themen wie Medien, Politik, Frieden, Ernährung, Wertewandel, Umweltschutz und Konsumverzicht diskutiert. Die Debatten werden im Internet fortgesetzt.

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Willkommenskultur für syrische Flüchtlinge
Bild: BR

Willkommenskultur für syrische Flüchtlinge

Interview mit der Filmemacherin Jutta Neupert

Rund 12 Milllionen Syrer sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs auf der Flucht. In ihrem Dokumentarfilm vom Sommer 2014 hat die Filmemacherin Jutta Neupert auf die dramatische Situation syrischer Flüchtlingsfamilien in Deutschland hingewiesen.

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Gefühle öffnen uns für andere
Dr. Heidemarie Bennent-Vahle, Foto: J.Nagels

Gefühle öffnen uns für andere

Gedanken zur Ethik

Das blinde Einhalten moralischer Vorschriftenn hat etwas Unethisches, sagt die Philosophin Dr. Heidemarie Bennent-Vahle. Zur Ethik gehören das Nachdenken, aber auch die Emotionen und das Gefühl der Verbundenheit.

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Ethische Geldanlagen
Foto: Aleksandra Pawloff

Ethische Geldanlagen

“Renditen sozial- und umweltverträglich generieren“

Wer sein Geld „nachhaltig“ oder „ethisch verantwortlich“ investieren möchte, benötigt Orientierung. Netzwerk Ethik heute hat mit dem Finanzexperten Dr. Klaus Gabriel über die Chancen und Risiken gesprochen.

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Dalai Lama: „Die Zukunft liegt in unserer Hand“
Manuel Bauer

Dalai Lama: „Die Zukunft liegt in unserer Hand“

Der Dalai Lama sprach in Hamburg über Ethik und Menschlichkeit

Der Dalai Lama sprach in Hamburg vor 7000 Zuhörern über ein Wertesystem, das alle Menschen verbindet und dazu dient, die Probleme in der Welt zu lösen, denn: „Frieden fällt nicht vom Himmel, er muss von Menschen geschaffen werden.“

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Mit Ethik die Welt retten?
Jens Nagels

Mit Ethik die Welt retten?

Diskussion mit Dr. Bennent-Vahle und Paul Kohtes

Im Rahmen des Dalai Lama Besuchs in Hamburg lud das Netzwerk „Ethik heute“ am 22.8. zu der Veranstaltung „Mit Ethik die Welt retten?“ ein. Die Philosophin Dr. Heidemarie Bennent-Vahle und der Führungskräftecoach Paul Kohtes sprachen im gut gefüllten Saal 6 des CCH darüber, wie menschliche Werte heute gelebt werden können.

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Politik – nein danke?
Foto: 360b/ Shutterstock

Politik – nein danke?

Wie wir der Politikverdrossenheit entgegensteuern könnten

Wir dürfen alle vier Jahre den Deutschen Bundestag wählen. Ansonsten schauen wir zu. Kein Wunder, dass das Wort der Politikverdrossenheit die Runde macht, meint der Autor Sven Precht. Er fordert mehr Bürgerbeteiligung, zum Beispiel über das Internet.

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„Zum Mitgefühl gehört tiefe Selbsterkenntnis“
Foto: Thomas Karsten

„Zum Mitgefühl gehört tiefe Selbsterkenntnis“

Interview mit Konstantin Wecker

Der Verlust des Mitgefühls ist für den politisch engagierten Liedermacher und Pazifisten Konstantin Wecker das dringlichste ethische Problem unserer Zeit. Für das Netzwerk Ethik heute führte er ein Gespräch mit Michaela Doepke.

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Kommentar: Auslands-Einsätze der Bundeswehr
Foto: Studio 37/ Shutterstock

Kommentar: Auslands-Einsätze der Bundeswehr

Frieden um jeden Preis?

Joachim Gauck hat schon im Jahr 2012 bei einer Ansprache in der Führungsakademie der Bundeswehr mehr Offenheit für Auslandseinsätze gefordert und auch in letzter Zeit noch einmal nachgelegt. Dieses Plädoyer für mehr deutsches Engagement in der Welt ist nicht unproblematisch.

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Über unsere Abhängigkeit vom Geld
Bianda Ahmad Hisham/ Shutterstock

Über unsere Abhängigkeit vom Geld

und die Ohnmacht der Kleinanleger

Wir leben in einer Geldwirtschaft und sind als Einzelne abhängig von Banken und Finanzpolitik. Die aktuelle Bankenkrise in Bulgarien zeigt die Verwundbarkeit. Kann es Alternativen zur Geldwirtschaft geben?

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Standpunkt: Kriegsrhetorik jetzt auch von Gauck
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Standpunkt: Kriegsrhetorik jetzt auch von Gauck

Wir müssen uns widersetzen

Einige Politiker in Europa reden militärischen Einsätzen das Wort, um Menschenrechte zu verteidigen. Hinter der Rhetorik verbergen sich handfeste Interessen, so die Meinung von Karl-Heinz Brodbeck. Er appelliert: Frieden wird durch Gespräche bewahrt und nicht durch Kriegsrhetorik und Waffengewalt.

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Letzte Bastion der Lebendigkeit
Ingo Bartussek/ fotolia.com

Letzte Bastion der Lebendigkeit

Flammendes Plädoyer eines Fußballfans

Fußball ist Balsam für die Menschheit. Denn das Spiel verteidigt das Leben gegen die Herrschaft von Ökonomie und Konsum, behauptet der Philosoph Christoph Quarch.

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Transhumanismus
Elvar Pálsson

Transhumanismus

Angriff auf die Menschenwürde

Durch technologische Verfahren sollen natürliche Grenzen des Menschen überschritten werden. Der Philosoph Christoph Quarch sieht diese Entwicklungen kritisch.

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Die Ethik des Seins
Foto: Dr. Michael Strohmann

Die Ethik des Seins

Wir brauchen die heilende Hinwendung zum anderen

Eine neue Ethik des Seins auf der Grundlage des Mitgefühls mit allen Wesen zu entwickeln, sei eine Überlebensbedingung für diese Welt, so der Religionswissenschaftler Michael von Brück von der Ludwig Maximilians-Universität.

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Ethik und Ökonomie
Photocase

Ethik und Ökonomie

Ein Vortrag von Annemarie Pieper in der Bucerius Law School

Die Philosophin sprach über ethische Werte in der Wirtschaft und die Notwendigkeit, moralischen Werten wieder eine Priorität vor ökonomischen Werten zu geben.

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