Das Unbehagen der modernen Frau

Geringe Wertschätzung und mangelndes Ansehen sind der Grund für das Unbehagen von modernen Frauen, so die Sozialanthropologin Veronika Bennholdt-Thomsen, die sich für feministische Gesellschaftstheorie engagiert.

 

 

Die Autorin Veronika Bennholdt-Thomsen erforschte matriarchale Strukturen in der mexikanischen Stadt Juchitán. Die dortige Wertschätzung des Lebendigen und Weiblichen setzt sie im Interview patriarchalen Strukturen entgegen, die sich für sie auch in der jeweiligen Wirtschaftsform spiegeln.

Was die Welt zurzeit am dringendsten braucht, ist für sie die mütterliche Kultur des Bewahrens und der Fürsorge für die Erde. Dennoch sei die moderne Frau auch patriarchal geprägt und begünstige Machthaber wie Donald Trump.

Sexuelle Gewalt, wie sie in der Mee-too Debatte aufscheint, bezeichnet sie als den Kern der kriegerischen patriarchalen Gewalt. Sie sieht derzeit einen neuen Bewusstwerdungsprozess, der an das physisch-biologische und spirituelle Wissen des Fraulichen anknüpft und intuitiv im Innern der Frauen verankert ist.

Audiofassung des Interviews:

 

Veronika Bennholdt-Thomsen, Sozialanthropologin und Buchautorin, engagiert sich in der Frauenbewegung und der alternativen Wirtschaftstheorie. Seit 20 Jahren vertritt sie als Honorarprofessorin das Fach Subsistenzkultur an der Universität für Bodenkultur in Wien.

 

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