Gesellschaft

Stuart Isett/Fortune
Stuart Isett/Fortune
Interview mit dem indischen Vordenker Parag Khanna Migration ist ein großes Menschheitsthema. In Zukunft werden viel mehr Menschen unterwegs sein, ist der indische Politikwissenschaftler Parag Khanna überzeugt. Im Interview spricht er über die globale Klimakrise, demografische Schieflagen und seine Vision einer „Zivilisation 3.0“: dass Mobilität und Solidarität mehr zählen als Nationalität.
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Seniorenarbeit dank Bürgerengagement Der demografische Wandel schreitet voran, doch die Gesellschaft ist kaum vorbereitet. Der Verein „Füreinander“ hilft mit, damit Senioren möglichst lange und selbstbestimmt zu Hause leben können. Er hat schon viele Auszeichnungen erhalten und gilt als Vorzeigeprojekt. Wer sich in solchen Projekten engagiert, kann im Alter selbst Hilfe erfahren.
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Interview mit pax christi Gewaltfreie Mittel des Widerstands sind effizient, wir brauchen im Ukraine-Krieg dringend Alternativen zur Waffengewalt, ist Stefan Silber, Pazifist und Mitglied der katholischen Friedensorganisation pax christi, überzeugt. Im Interview fordert er zivilen Widerstand und ein Ende der Waffenlieferungen. Nur eine gewaltlose Politik könne Frieden stiften.
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Interview mit Prof. Friedrich Glasl In Politik und Medien ist die Diskussion über den Ukraine-Krieg geprägt von militärischen Überlegungen. Für Konfliktforscher Friedrich Glasl beruht Eskalation fast immer auf Versäumnissen. Im Interview spricht er über Ansätze für einen Dialog, auch im Krieg, Informationslücken im Westen und warum es zum Wohle der Menschen wichtig ist, mit Diktatoren zu verhandeln.

Standpunkte

Hier schreiben Autoren aus ihrer Sicht und geben Denkanstöße zu ethischen Themen: Wie gefährdet ist die Demokratie? Untergräbt Religion die Moral? Digitalisierung und das komisches Bauchgefühl. Brauchen Eltern Kinder?

Ethisch Wertvolle Filme​

Hier werden aktuelle Filme besprochen, die sich mit ethischen Themen befassen – sei es auf individueller oder gesellschaftlicher Ebene. Mailen Sie uns Ihre Filmtipps: info@ethik-heute.org

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Eine Schicht im Willkommenszentrum am Hamburger Hauptbahnhof Hundertausende Menschen flüchten aus der Ukraine, viele landen auch in unserer Nähe. Birgit Stratmann hilft ehrenamtlich im Willkommenszentrum am Hamburger Hauptbahnhof und beschreibt, welche Geschichten sie in einer einzigen Morgenschicht gehört hat. Eines ist sicher: Helfen hilft.
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Ein Plädoyer für regeneratives Leben Profit und Wachstum bestimmen noch immer gesellschaftliches Handeln. Dabei wäre es jetzt an der Zeit, eine neue lebenserhaltende Kultur der Regeneration aufzubauen. Dies geht nur, wenn sich das Weltbild verändert – hin zu kooperativen Netzwerken.
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Das Trennende überwinden In Friedenszeiten sind wir in der Lage zu differenzieren, doch im Krieg verengt sich unser Blick, wir sehen nur noch schwarz-weiß. Autor und Zen-Übender Sven Precht warnt vor Polarisierung und ruft zu einer echten Friedenspraxis auf: Nur wenn wir das Trennende überwinden, kann Frieden gedeihen. Fangen wir jetzt damit an.
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Interview mit der Russlandexpertin Elke Fein Hauptursache für den Krieg Russlands gegen die Ukraine ist das Weltbild Putins, verbunden mit einer ungeheuren Machtfülle, so sieht es die Russlandexpertin Elke Fein. Sie ist überzeugt, dass man Putin Einhalt gebieten und gleichzeitig versuchen sollte, die russische Bevölkerung zu erreichen.

Ethische Alltagsfragen

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Gefahren unterschätzt In rechten Milieus gibt es nicht nur Fremdenfeindlichkeit und Rassimus, sondern auch eine Verachtung von Frauen und einen ausgeprägten Antifeminismus. Doch Politik, Justiz und Medien beachten den Frauenhass zu wenig und tun nichts dagegen. Eine öffentliche Debatte ist notwendig.
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Interview mit Stefan Brunnhuber Der Psychiater und Ökonom Stefan Brunnhuber, Mitglied im Club of Rome, gehört zu den interessantesten Denkern, die sich mit der Transformation von Gesellschaften befassen. Er spricht im Interview über anstehende Veränderungen im Finanzsektor und im Bildungssystem und wie wichtig es ist, Unsicherheit auszuhalten und Kreativität freizusetzen.
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Interview mit der Organisation monneta Regionalwährungen können die soziale und ökologische Transformation voranbringen und den Euro ergänzen, ist Kathrin Latsch überzeugt, Geschäftsführerin von monneta. Diese dienen nicht, wie z.B. Bitcoins, der Spekulation, sondern der regionalen Wertschöpfung. 
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Interview mit einem Polizeibeamten Im Polizeialltag schwingen ethische Fragen immer mit, sagt Veit Meixelsperger, der lange als Polizist gearbeitet hat und jetzt Dozent für Berufsethik ist. Polizeibeamte müssen sich den Werten des Staates verpflichtet fühlen. Wie sie es schaffen, ihre Emotionen zu regulieren und welche Konflikte es gibt, berichtet er im Interview.
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Interview über praktische Hilfe in Corona-Zeiten Verschwörungserzählungen gab es schon immer. Sie sollen Krisen kontrollierbar machen. Doch was tun, wenn Bruder, Freundin oder Kollege in anderen Welten zu Hause sind? Sarah Pohl, Leiterin einer Beratungsstelle, rät im Interview zu mehr Verständnis, gerade in der Corona-Krise. Man könne hart in der Sache argumentieren und weich auf der Beziehungsebene sein.
Foto: Büro Teutrine
Interview mit dem Vorsitzenden der Jungen Liberalen Die FDP ist keine Besserverdiener-Partei mehr“, sagt Jens Teutrine (28). Er ist 2021 in den Bundestag eingezogen - mit großen Erwartungen: Im Interview spricht er über die Interessen der Jungwähler, die anstehenden Weichenstellungen, den Reformbedarf im Bildungsbereich und seine Freiheitsliebe.
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Eine Rede wider den Krieg Krieg und Herrschaft zerstören alles Lebendige und ersetzen Politik durch Gewalt. Russlands Krieg in der Ukraine ist unbedingt abzulehnen. Der Philosoph Christoph Quarch fordert den Westen auf, sich von der Illusion zu verabschieden, dass alles von allein gut wird. Wir müssen Europa einen und das Politische stärken.
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Digitalisierung

Die ethischen Aspekte von Big Data, künstlicher Intelligenz und RobotikWas haben Demokratie und Privatsphäre miteinander zu tun? Was tun gegen Hassrede im Internet?

Klimawandel - Die Zeit wird knapp

Die Erderwärmung schreitet voran. Wie können wir den von Menschen gemachten Klimawandel stoppen?

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Foto: Titus Tamm
Interview mit einer der jüngsten Abgeordneten im Bundestag 22 junge Menschen unter 30 Jahren sind für die Grünen 2021 in den Bundestag eingezogen. Eine von ist die 26-jährige Zoe Mayer. Im Interview spricht sie über die andere Lebenswirklichkeit junger Menschen, die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Sozialem, und darüber, warum Politik den Druck von der Straße braucht.
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Wege aus der Polarisierung
Leben wir in einem Krieg um Sinn, der mit Narrativen und Mythen geführt wird? Mike Kauschke zeigt, wie Narrative Identität zementieren und die Gesellschaft spalten, nicht erst seit Corona. Er weist Wege aus der Polarisierung: sich der Begrenzung des eigenen Wissens bewusst sein und den Dialog suchen.
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Ein Essay von Krisha Kops Vertrauen in unserer Gesellschaft wird schwächer, je unübersichtlicher das Geschehen ist. Krisha Kops untersucht Gründe für den Verlust des Vertrauens, z.B. die Technisierung und Individualisierung. Jetzt gilt es, Vertrauen aufzubauen durch mehr Gerechtigkeit, Bildung und die Gestaltung gemeinsamer öffentlicher Räume.
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Interview mit Gesine Schwan, Teil 2 Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin und SPD-Mitglied, kritisiert die EU-Flüchtlingspolitik als unmoralisch und unmenschlich. Sie schlägt vor, dass Kommunen entscheiden dürfen, ob und wie viele Menschen sie aufnehmen. Ein Interview über Chancen für Geflüchtete, Möglichkeiten für Kommunen und Ehrlichkeit in der Politik.
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Vorschläge von Sabine Breit Die Zukunft hängt von heutigen Entscheidungen ab. Doch ob Afghanistan, die Klimakrise oder die Flutkatastrophe in der Eifel: den Entscheidungsprozessen wird zu wenig Aufmerksamkeit gezollt. Sabine Breit macht Vorschläge, wie wichtige Entscheidungen hinterfragt werden können.
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Ethische Alltagsfragen In der Rubrik “Ethische Alltagsfragen” greift der Philosoph Jay Garfield die Frage einer Mutter auf, die sich über die Instagram-Darstellung ihrer Tochter sorgt: “Ist es eine Täuschung, wenn meine Tochter geschönte Fotos von sich auf Instagram postet? Was macht der Zwang zur Selbstdarstellung mit ihr?"
Jasper Kettner
Über den Bildband "Die Angehörigen" Der Fotograf Jasper Kettner porträtiert Hinterbliebene von Opfern rechter Gewalt, um ihnen ein Gesicht zu geben. Zum Gedenken an den Anschlag von Hanau am 19. Februar 2020 sollten die Bilder im dortigen Kulturverein zu sehen sein. Wegen der Pandemie wurde die Ausstelung abgesagt, aber Kettner plant eine erweitere Auflage seines mittlerweile vergriffenen Bildbandes.

Thema: Verantwortung

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Interview mit Gesine Schwan Gesine Schwan, Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, will Politik neu gestalten. "Wenn wir mehr Perspektiven einbeziehen, finden wir eher Lösungen" ist sie überzeugt. Sie will Bürger auf kommunaler Ebene stärker beteiligen. Im Interview spricht sie über Teilhabe und wie diese die Demokratie stärkt, über Konkurrenzgesellschaft und Nächstenliebe und warum Nichtstun für sie keine Option ist.
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Interview mit einem Hochschulseelsorger Tobias Obele ist katholischer Pastoralreferent und Hochschulseelsorger in Aalen. Er ist Ansprechpartner für Studierende und betreibt u.a. ein Ethik-Café. Obele spricht im Interview über seine Arbeit, die Isolation der Studenten in Corona-Zeiten und wie wichtig Beziehungen sind, um sich menschlich zu entwickeln.
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Ein Gespräch mit Charles Eisenstein Die USA befinden sich in einer Krise, nicht erst seit Trump. Ein Zurück auf „normal“ wird nicht gebraucht, so der Kulturphilosoph Charles Eisenstein. Er spricht im Interview über schädliche Strukturen, die Ähnlichkeit der großen Parteien und die Notwendigkeit tiefgreifender Veränderungen.
Olga Shparaga auf einer Demonstration in Minsk. Foto: Violetta Savchits
Olga Shparaga über ihre zwei Wochen im Gefängnis in Belarus Die Philosophin Olga Shparaga aus Belarus hat sich an Demonstrationen gegen Lukaschenko beteiligt und wurde zwei Wochen inhaftiert. Im Interview spricht sie über schlechte Haft-Bedingungen und wie ihr der Zusammenhalt der Frauen und die Philosphohie geholfen haben.
Luigi Toscano
Portraits gegen das Vergessen Luigi Toscano reist um die Welt, um Überlebende des Holocaust zu porträtieren und die Erinnerung, an das, was sie erlebt haben, wachzuhalten. Für sein Engagement wurde der Fotograf mehrmals ausgezeichnet. Im Interview mit „Ethik heute“ spricht er über das Projekt, seine persönlichen Grenzen und rechte Anschläge auf seine Kunst.
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Mit praktischen Tipps Die digitalen Medien haben uns im Griff, der Grat zwischen Nutzung und Sucht wird schmaler. Wie kann es gelingen, uns nicht im Internet zu verlieren und Autonomie zurückzugewinnen? Ines Eckermann gibt Anregungen zum Abschalten und für eine bewusste Nutzung von Computer und Smartphone.
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Interview mit Manfred Spitzer In der Corona-Krise erleben die Menschen Ängste, Kontrollverlust und Einsamkeit. Manche flüchten in Verschwörungstheorien. Der Mediziner und Psychologe Manfred Spitzer spricht im Interview über die Gefahren von Falschmeldungen und warum es wichtig ist, im Gespräch zu bleiben.
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Ein Denkanstoß von Carsten Petersen Menschen, die natürlicherweise Fehler machen, bekommen Konkurrenz durch Maschinen. Doch wohin soll die Optimierung des Lebens führen? Carsten Petersen spinnt den Gedanken weiter: Hätte es je ein Optimum gegeben, wäre die Entwicklung beendet. Eine Kritik an Optimierungswahn und menschlicher Überheblichkeit.
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Christoph Quarch plädiert für eine Kultursteuer Die Corona-Politik könnte die Existenzen von Kulturschaffenden vernichten, warnt der Philosoph Christoph Quarch. Er erinnert daran, dass Kultur bildet, unseren Horizont erweitert und eine Säule der Demokratie ist. Doch Wertschätzung reiche nicht, eine Kultursteuer sei nötig.
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Ein Essay von Peter Vollbrecht Unsere demokratische Gesellschaft wird vielfältiger. Die Identitätspolitik prangert Diskrimierung an: von People of Colour, Transmenschen, Migranten. Doch manchmal folgt auf Gruppenzugehörigkeit Ausgrenzung. Der Philosoph Peter Vollbrecht ordnet das Thema ein und plädiert für eine differenzierte Auseinandersetzung.
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von Ha Vinh Tho Das Bruttonationalglück hält Einzug in die westliche Gesellschaft. Die Idee soll z.B. mehr Glück in einigen Schweizer Kantonen bringen, in Schulen das Wohlbefinden fördern und in Unternehmen zu mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz beitragen. Ha Vinh Tho, ehemaliger Leiter des Zentrums für Bruttonationalglück in Bhutan, stellt den Ansatz vor.
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Eine Spurensuche von Agnes Polewka Menschen bewerten andere Menschen - nach ihrem Aussehen, ihrer Herkunft oder ihrem Beruf. Vorurteile sind tief im menschlichen Bewusstsein verankert. Doch wo gehen Vorurteile in eine Ideologie über? Ab wann spricht man von Rassismus und wie ist das Denken in „Rasse“-Kategorien entstanden?
Iakov Filimonov
Ein Standpunkt von Carsten Petersen In einer Gesellschaft, die sich immer stärker polarisiert, müssen wir den Zusammenhalt stärken, ist Carsten Petersen überzeugt. Er plädiert für ein verpflichtendes Gemeinschaftsjahr, das Jugendliche nach der Schule absolvieren. Die Erfahrungen könnten dazu beitragen, dass Menschen toleranter und hilfsbereiter werden.
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Ein Interview über Medienkompetenz Wir nutzen Medien passiv, beklagt der Medienethiker Prof. Matthias Rath. Dabei wäre es wichtig, Medienkompetenz zu entwickeln. Ein Interview über Gefahren der Manipulation, Filterblasen und emotionale Trigger. Es sei die Aufgabe von Schulen, junge Menschen fit für den Umgang mit Medien zu machen und Werte wie Respekt zu vermitteln.
Interview zum Film „Mutterland“ Rund 200 Matriarchate gibt es heute weltweit. Hier verteilen die Frauen die Güter und sorgen für eine mütterliche Kultur der Fürsorge in der Gemeinschaft. Filmemacherin Uschi Madeisky spricht im Interview über ihren neuen Dokumentarfilm „Mutterland“ und ihre Faszination an mütterlich-orientierten Lebensformen.
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Interview mit Marvin Oppong Marvin Oppong (38) ist ein Journalist, der selbst Rassismus und in einem schlimmen Fall Polizeigewalt in Deutschland erlebt hat. Im Interview mit Stefan Ringstorff berichtet er über Erfahrungen von Diskriminierung seit der Kindheit und Rassismus bei Polizisten. Er fordert mehr Aufklärung über das Thema und neue Strukturen in der Polizei.
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Ein Standpunkt von Vivian Dittmar Rassisten – das sind die anderen? Nein, sagt Autorin Vivian Dittmar. Rassismus ist überall und Teil eines viel größeren Problems: Ungerechtigkeit und extreme Ungleichheit. In ihrem Standpunkt ruft sie dazu auf, das Wirtschaftssystem so zu verändern, dass alle Menschen gleichermaßen gut leben können und niemand mehr von Ungleichbehandlung profitiert.
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Interview mit Silja Graupe Geld ist in unserer Gesellschaft die einzige Eintrittskarte ins Spiel. Wer es nicht hat, bleibt außen vor. Volkwirtin Silja Graupe kritisiert die Ökonomisierung des Lebens. Sie spricht im Interview über Geldzwänge und Abhängigkeiten. Nur der Gemeinsinn kann uns in eine erfahrungsbezogene Welt zurückbringen und zu kreativer Transformation beitragen.
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Interview mit Olga Shparaga Seit Monaten demonstrieren Hunderttausende in Belarus gegen das System von Lukaschenko. Die Philosophin Olga Shparaga ist Mitglied der Oppositionsbewegung, die von Frauen getragen wird. Sie spricht im Interview über häusliche Gewalt, politische Unterdrückung und eine engagierte Zivilgesellschaft. „Wenn Hunderttausende Widerstand leisten, sind sie mit ihren Lieferwagen für die Gefangenen machtlos.“
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Aufzeichnung des Online-Abends mit Christian Felber Unser Wirtschaftssystem sei nicht nachhaltig, beklagt Christian Felber im Webinar bei Ethik heute. Wir sollten mehr auf unsere innere Stimme hören, unser Bedürfnis nach Frieden und Verbundenheit spüren und aus dieser Kraftquelle über neue Ideen für das Gemeinwohl nachdenken.
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Ein Standpunkt von Jay Garfield Freiheit bedeutet nicht die Erlaubnis zu tun und zu lassen, was wir wollen. Der Philosoph Jay Garfield untersucht die Einschränkungen unserer Grundrechte im Zuge der Corona-Krise und kommt zu dem Schluss: Die Regeln und Auflagen beschneiden nicht unsere Freiheit, sie stärken sie.
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Ein Standpunkt von Birgit Stratmann Wir verlieren leicht den Durchblick – so viele Informationen und Meinungen prasseln auf uns nieder. Da ist zu einem großen Teil wenig Sachlichkeit, sondern Wunschdenken und Ideologie, moniert Birgit Stratmann. Sie ruft dazu auf, Quellen zu überprüfen und die Motive und Absichten der Sprechenden zu erforschen, um sich vor Manipulation zu schützen.
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Ein Standpunkt von Jay Garfield Unsere Gesellschaften sind polarisiert. Besonders extrem ist es in den USA. Dort sind öffentliche Debatten fast unmöglich. Der amerikanische Philosoph Jay Garfield ist überzeugt: Ohne einen stabilen öffentlichen Raum für Diskussionen können wir in der Demokratie keine Probleme lösen. Sein Appell für Respekt und den aufrichtigen Dialog mit Andersdenkenden kann auch für uns nützlich sein.
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Interview mit Ha Vinh Tho Das System, in dem wir heute leben, erfüllt nicht die Bedürfnisse der Mehrheit der Menschen und des Planeten, sagt Ha Vinh Tho, ehemaliger Leiter des Zentrums für Bruttonationalglück in Bhutan. Er erklärt im Interview, wie man das Gemeinwohl ins Zentrum der Politik rücken kann und was für ihn ein gelingendes Leben ausmacht.
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Ein Standpunkt von Sabine Breit Selten war Besonnenheit so wichtig wie in Zeiten von Corona: die Fähigkeit, sich selbst zurückzunehmen und viele Perspektiven einzubeziehen, statt in Lagern zu denken und kopflos zu handeln, ist Sabine Breit überzeugt. Ob es gelingt, die Krise gut zu bewältigen, wird davon abhängen, ob Experten, Politiker und jeder Einzelne sich in den Dienst des Ganzen stellt.
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Corona und Klima In der Corona-Krise wird so entschlossen gehandelt, wie wir es noch nie erlebt haben. Warum ist das nicht auch in der Klimakrise möglich? Vivian Dittmar, Gründerin der Be the Change Siftung, sieht erstaunliche Parallelen und erklärt, was wir heute lernen können für den Umgang mit der Erderwärmung.
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Ein Überblick zur Orientierung In Ausnahmesituationen, wie wir sie heute erleben, ist es wichtig, sich auf solide wissenschaftliche Daten zu stützen. Genau das tut die Politik und kann deshalb die großen Einschränkungen unserer Freiheitsrechte begründen. Wir geben einen Überblick über seriöse Informationsquellen. Schauen Sie genau, wem Sie vertrauen können.
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Ein Denkanstoß von Ina Schmidt Die Einschränkungen der Grundrechte während der Corona-Krise haben die Frage nach der Freiheit aufgeworfen. Doch was bedeutet eigentlich Freiheit? Für die Philosophin Ina Schmidt beinhaltet Freiheit, dass wir unser Leben gestalten und zu den Bedürfnissen anderer in Beziehung setzen.
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Interview mit Alexander Trennheuser "Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung", ist Alexander Trennheuser vom Verein „Mehr Demokratie“ überzeugt. Er fordert im Interview, dass Bürgerinnen und Bürger bei politischen Entscheidungen mitdiskutieren und mitbestimmen können und auch eine Stimme z.B. im Corona-Beratungsgremium der Bundesregierung erhalten.
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Ein Standpunkt von Birgit Stratmann Die Corona-Krise zeigt, wie verwundbar wir sind. Individualität kann keine Antwort sein, meint Birgit Stratmann, denn wir sind alle voneinander abhängig. Es geht um Solidarität, u.a. durch das Vermeiden sozialer Kontakte, und gegenseitige Unterstützung.
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Ein Standpunkt von Christoph Quarch Die Debatte um das Flüchtlingsdrama an der türkisch-griechischen Grenze ist hitzig. Der Philosoph Christoph Quarch ist überzeugt: Despoten wie Erdogan und rechtsextreme Kräfte könnten gestärkt werden, wenn die Grenzen geöffnet würden. Er fordert ein rechtes Maß aus Humanität und Klugheit.
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Interview mit einem Kriminalbeamten Die Mehrheit schweigt, wenn Unrecht geschieht, weiß der ehemalige Kriminalbeamte Günther Bubenitschek. Dabei ist er überzeugt, dass Zivilcourage lebenswichtig für die Demokratie ist. Er wünscht sich, dass mehr Menschen aufstehen, wenn sie Gewalt beobachten, und bietet Trainings für Zivilcourage an. Ein Interview von Kirsten Baumbusch.
Kirsten Baumbusch
Bericht von einem Mut-Training Raus aus der Schockstarre, wenn Unrecht geschieht, dazu bieten ein Kripo-Beamter und eine Theaterpädgogin ein Zivilcourage-Training an. Kirsten Baumbusch hat mitgemacht. In ihrem Bericht schreibt sie, was wichtig ist, um Schweigen und Wegschauen zu überwinden. Mut kann man lernen, so ihr Resumee.
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Ein Essay von Peter Vollbrecht Musik ist die Urschrift des menschlichen Geistes, so der Philosoph Peter Vollbrecht. Am 28. April 2020 wird in Bonn Beethovens unvollendete 10. Symphonie aufgeführt, komponiert von Künstlicher Intelligenz. Vollbrecht fragt: Ist dies eine Kränkung menschlichen Selbstwertgefühls oder die Chance, mit Kreativität neu zu experimentieren?
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Ein Essay von Ina Schmidt Unsere demokratische Gesellschaft lebt von der Solidarität ihrer Mitglieder, und das geht über emotionale Verbundenheit weit hinaus. Die Philosophin Ina Schmidt erklärt: Solidarität fragt nicht: „Was habe ich davon?“, sondern was kann ich aus gutem Grund zum Gelingen des Ganzen beitragen.
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Über den Umgang mit aufwühlenden Nachrichten Täglich prasseln Informationen auf uns nieder, die empören, aufregen und verunsichern. Autorin Antje Boijens beschreibt ihre Gefühle. Sie setzt Negativnachrichten bewusst „weise Hoffnung“ entgegen. Jede Geste des Mitgefühls, jeder achtsamen Schritt durch zerstörtes Gelände helfe, den Mut zu bewahren.
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Ein Essay von Nicolas Dierks In den sozialen Medien wird oft mit harten Bandagen gekämpft. Der Philosoph Nicolas Dierks meint, wir sollten unsere rhetorische Rüstung ablegen und lieb gewonnene Überzeugungen hinterfragen. Dann können wir von Diskussionen auf Twitter und Co. lernen.
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Ein Interview mit Franz Müntefering von Kirsten Baumbusch Der Staat kann nicht alles richten, ist Franz Müntefering, ehemaliger SPD-Vorsitzender und Mitglied des Deutschen Bundestages, überzeugt. Im Interview mit Ethik heute spricht der fast 80-Jährige über Engagement und Solidarität, Lebendigkeit im Alter und die Liebe zum Leben. „Wir sind nicht allmächtig, aber auch nicht ohnmächtig.“
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Ethische Alltagsfragen In der Rubrik “Ethische Alltagsfragen” greift der Philosoph Jay Garfield eine Frage zu Kunst und Moral auf: „Es gibt Künstler, die sich schwere Verfehlungen zuschulden kommen ließen. Dürfen wir ihre Werke genießen, oder sollten wir sie boykotttieren?“
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Kolumne von Sabine Breit Mit ihrem Satz „How dare you“ legte Greta Thunberg die Anmaßung von Menschen offen, die nur ihre eigenen Ziele verfolgen, koste es, was es wolle. Sabine Breit meint, dass uns diese Attitüde des „Herrenmenschen“ ständig begegnet. Wir sollten eine ethische Haltung einfordern, uns aber gleichzeitig hüten, in dieselbe Attitüde zu verfallen.
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Ein Gastbeitrag von Eva Ihnenfeldt Die Bloggerin Eva Ihnenfeldt ist seit über zehn Jahren in sozialen Netzwerken aktiv. Gerade wer gesellschaftlich etwas bewegen will, solle die Netzwerke nutzen, um sich mit anderen zu verbinden. „Kommt dazu und probiert´es aus“, so Ihnenfeldt.
Ein Buch über Utopien und wie sie wirklich werden können Der Historiker Rutger Bregman will die Welt verändern. Das Problem ist nicht, dass das nicht geht, sondern dass wir zu wenig Fantasie und Mut haben, es zu tun. An drei großen Beispielen skizziert er, wie es möglich ist: das bedingungslose Grundeinkommen, offene Grenzen und die 15-Stunden-Woche.
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Die Lage in 2019 Antisemitismus in Worten und Taten bedroht mittlerweile Juden in Deutschland. Laut Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus häufen sich die Vorfälle, Behörden registrieren mehr Straftaten als 2018. Der schreckliche Anschlag in Halle vom 9. Oktober 2019 ist nur die Spitze des Eisbergs. Jetzt gilt es, Antisemitismus nicht zu bagatellisieren und in allen Formen zu ächten.