Konsum und Freiheit

Foto: Markus Brügge
Foto: Markus Brügge

Besitzen wir die Dinge oder besitzen die Dinge uns? Der Philosoph Nicolas Dierks ermutigt in seinem Vortrag dazu, die eigene Freiheit vor den Verführungen der Konsumwelt zu schützen.

 

 

„Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich.“ hieß es im Film „Fight Club“. Das Problem ist aktueller denn je, denn überall werden wir zum Konsum animiert.

Doch wie können wir unsere Freiheit besser vor den Verführungen der Konsumwelt schützen? Der Philosoph Nicolas Dierks sprach dazu auf Einladung des Netzwerks Ethik heute am 20. Juni 2017.

Er nennt drei mögliche Alternativen: Mitmachen, Aussteigen oder im Sinne der Stoa den Weg der praktischen Klugkeit gehen: dort Einfluss zu nehmen, wo es möglich ist.

Hier geht es zur Audiodatei:

Dr. Nicolas Dierks ist Philosoph und Autor. Nach dem SPIEGEL-Bestseller „Was tue ich hier eigentlich?“ (Rowohlt 2014) erschien im Mai 2017 sein Buch „Luft nach oben“ (Rowohlt 2017). Er gibt an der Leuphana Universität Lüneburg Seminare in Wissenschaftstheorie, berät Unternehmen zum Thema Innovation und unterrichtet auch im Weisheitstraining des Netzwerks Ethik heute.

 

 

 

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare

Aktuelle Termine

Online Abende

rund um spannende ethische Themen
mit Referenten aus verschiedenen Disziplinen
Ca. 1 Mal pro Monat, kostenlos

Auch interessant

Getty Images/ Unsplash

„Weisheit ist jedem zugänglich“

Interview mit der Philosophin Ines Eckermann „Weisheit bedeutet zu verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind, und sich selbst aus dem Zentrum des Universums zu nehmen“, sagt die Philosophin Ines Eckermann. Sie spricht im Interview über die Bedeutung von Weisheit für unser Leben, warum jeder Mensch einen Zugang dazu hat und wie wir dadurch ganz praktisch unser Leben bereichern.
Foto: Christof Spitz

Versöhnung mit der Endlichkeit

Wandel wirklich bewusst akzeptieren Wir sind gut darin, die Veränderlichkeit des Lebens zu übergehen. Doch das Offensichtliche zu leugnen kann Leiden nicht vermeiden. Der Philosoph Ludger Pfeil lädt dazu ein, sich der Endlichkeit mutig zu öffnen und sie umarmend ins Bewusstsein zu nehmen. So könne man flüchtige Momente des Lebens erkennen, schätzen und ergreifen.

Newsletter abonnieren

Sie erhalten Anregungen für die innere Entwicklung und gesellschaftliches Engagement. Wir informieren Sie auch über Veranstaltungen des Netzwerkes Ethik heute. Ca. 1 bis 2 Mal pro Monat.

Neueste Artikel

Foto: Európa Pont

Die Bedeutung der Vernunft im Diskurs

Basiswissen Ethik: Diskursethik Habermas Der Philosoph Jürgen Habermas (*1929) entwickelte die Diskursethik in den 1970er Jahren. Die Idee ist, dass man im Konsens und auf Basis vernünftiger Argumente universelle Aussagen über moralische Prinzipien treffen kann. Die philosophische Praktikerin Mooslechner-Brüll über eine Kommunikation mit der Vernunft als Basis.
Cover Liebe - Ein Aufruf

Kann die Liebe eine politische Kraft sein?

Ein Buch von Daniel Schreiber Kann Liebe eine Antwort sein auf Hass und Spaltung in unserer Gesellschaft? In „Liebe! Ein Aufruf“ ruft der Essayist Daniel Schreiber zu einem liebevollen Miteinander in der Gesellschaft auf. Liebe versteht er als Hinwendung zum anderen und Zusammenhalt, der unterschiedliche Meinungen zum Wohle des Ganzen überschreitet.
EyeEM Mobile/ iStock

“In Kiew ist es nicht sicher”

Warum Hanna Budivska trotzdem zurückkehrte Die Ukrainerin Hanna Budivska flüchtete im März 2022 im Zuge des russischen Krieges aus ihrer Heimat. Nach vier Jahren in Deutschland kehrte sie kürzlich in die Ukraine zurück, auch um im Sanitätsdienst zu helfen. Antje Boijens sprach mit der 63-jährigen über ihre Erlebnisse, ihre Familie und ihren unbändigen Mut.
Getty Images/ Unsplash

Wie gehe ich damit um, wenn Kranke aggressiv sind?

Ethische Alltagsfragen In der Rubrik “Ethische Alltagsfragen” greift der Philosoph Jay Garfield eine Frage zum Umgang mit Kranken in unserem persönlichen Umfeld auf: „Mein Bruder ist chronisch krank, eine gute Freundin leidet unter Depression. Sie sind manchmal gereizt und aggressiv. Wie viel darf ich ihnen "durchgehen" lassen?“