Meditation: Vertrauen ins Leben

frankie`s/ shutterstock.com
frankie`s/ shutterstock.com

Was tun, wenn wir innerlich blockiert sind und der Kopf sich mit negativen Gedanken füllt? Vertrauen kultivieren, sagt Meditationslehrer Gerald Blomeyer, kann helfen, wieder mit dem Leben in Kontakt zu kommen.

Wenn wir Hilfe von anderen am dringendsten brauchen. etwa wenn wir uns fürchten, leiden oder etwas nicht bekommen, ziehen wir uns zurück. Unser Kopf füllt sich mit kritischen Gedanken und Geschichten. Der Schmerz blockiert unser Mitgefühl.

Wir fühlen uns unvollkommen, allein, verletzt. Wir misstrauen uns und anderen. Um diesen Gefühlen zu entfliehen, flüchten viele in Ablenkung, Unterhaltung, Alkohol oder Drogen.

Dies ist die Zeit, die Kraft des Vertrauens zu kultivieren, sagt der Meditationslehrer Gerald Blomeyer. Vertrauen entsteht, wenn wir uns selbst vertrauen. Um uns zu öffnen, müssen wir uns unserer Verletzlichkeit ebenso bewusst werden wie der Herzensgüte und dem Mitgefühl, die in uns wohnen.

Die folgende Meditation, eine Zeit lang regelmäßig geübt, kann helfen, eine freundliche Einstellung gegenüber sich und anderen zu entwickeln, um wieder Vertrauen in das Leben zu gewinnen:

 

Nach acht Jahren in Indien und Nepal unterrichtet Gerald Blomeyer seit 2015 Kurse zur Meditation, achtsamen Kommunikation und Buddhismus in Berlin und Hamburg. Beruflich lehrte er zehn Jahre lang an Universitäten und leitete 17 Jahre lang seine eigene PR-Agentur. www.blomeyer.berlin

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare

Aktuelle Termine

Online Abende

rund um spannende ethische Themen
mit Referenten aus verschiedenen Disziplinen
Ca. 1 Mal pro Monat, kostenlos

Auch interessant

Foto: Lauber

Über Kunst in Beziehung mit der Welt sein

Interview mit Angelika Lauber Was kann Kunst in einer zerrütteten Welt bewirken, fragt Angelika Lauber. Die Künstlerin spricht im Interview über die Möglichkeit, mit Kunst und Achtsamkeit in Kontakt mit der Welt und den Menschen zu kommen. So kann sich der Mensch wieder in das große Ganze einfügen.
Foto: privat

Ist KI gut für uns?

Interview mit Nathalie Weidenfeld Die Tech-Konzerne, allen voran Elon Musk, verwechseln Science Fiction mit der Realität, sagt Nathalie Weidenfeld. Sie plädiert für mehr Realismus im Umgang mit den neuen Technologien und einen digitalen Humanismus. "Die KI kann uns das Leben nicht abnehmen".

Newsletter abonnieren

Sie erhalten Anregungen für die innere Entwicklung und gesellschaftliches Engagement. Wir informieren Sie auch über Veranstaltungen des Netzwerkes Ethik heute. Ca. 1 bis 2 Mal pro Monat.

Neueste Artikel

Vincent Eisfeld/ nordhausen-wiki.de/ CC-BY-SA-4.0

AfD: Wo ist die Basis für Dialog?

Ein Standpunkt von Birgit Stratmann Der englische Kanal von Aljazeera hat ein 45-minütiges Interview mit Maximilian Krah, AfD, geführt. Dieser lässt Fakten und Kritik an sich abprallen. Denn seiner Partei geht es nicht um Diskussion und das Aushandeln von Lösungen, sondern um ein anderes politisches System, Macht und Dominanz in der öffentlichen Debatte.
Foto: Thorsten Grigat

Reisen und flanieren

Erfahrungen beim Reisen Auf Reisen tritt ein anderes Selbst hervor, so erlebt es Reiseblogger Thorsten Grigat: ein Ich, das offen ist für Neues und in Resonanz geht mit Menschen, Landschaften, Kunstwerken. Über das Reisen wie ein Flaneur, der immer neue Möglichkeiten entdeckt.
Cover Opfer, Sibylla Lotter

Wenn Opfer zu Helden werden

Über eine Verschiebung unseres Selbstbildes In Zeiten von Social Media verschwindet die Grenze zwischen öffentlich und privat. Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter beobachtet, dass sich Menschen auch über ihr Opfersein definieren, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Was bedeutet dies für Menschen, die schweres Leid erlebt haben? Ein Buch, das die Augen öffnet für ein wenig beachtetes Phänomen.
sebra/ Shutterstock

Gewalt an Frauen: Das Schweigen beenden

Ein Standpunkt von Ines Maria Eckermann Nuhrs Witz über Femizide zeigt altes männliches Denken und eine Täter-Opfer-Umkehr, die Frauen mitverantwortlich für Gewalt macht. Doch Frauen wehren sich, allen voran Gisèle Pelicot im Prozess gegen ihren Mann. Ines Eckermann erklärt, warum es Muster der Gewalt gibt und Frauen zurecht lauter werden.