Bilder von Schülern gegen Rassismus

Im Rahmen eines Schulprojekts haben sich Schülerinnen und Schüler in Hamburg an einem Kreativwettbewerb gegen Rassismus beteiligt, unterstützt vom Netzwerk Ethik heute. 16 Arbeiten wurden von einer Jury als besonders wertvoll ausgewählt. Wir veröffentlichen sie in diesem Beitrag.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 9 in Hamburg haben sich im Rahmen eines Schulprojekts im März 2021 kreativ mit Rassismus auseinandergesetzt. Unter dem Motto „Aus Fremden können Freunde werden – Von Begegnungen zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen“ entstanden Bilder und Collagen. Jedes Bild hat eine Botschaft, die sie sehr persönlich umgesetzt haben.

Das Netzwerk Ethik heute mit seinem Projekt Nachbarschaft Welt, unterstützt von der Gustav Prietsch-Stiftung, und die Initiative Weltethos haben im Rahmen den Kreativwettbewerb in Hamburg mitorganisiert. Eine Jury mit vier Mitgliedern wählte 16 besonders wertvolle Bilder aus. Schülerinnen und Schüler präsentierten diese auf einem Online-Abend beim Netzwerk Ethik heute am 26. Mai 2021.

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Zuerst wurden alle 16 Bilder in einer Art Slide-Show in Stille gezeigt. Dann haben die Teilnehmenden zwischen elf und fünfzehn Jahren erklärt, welche Botschaft sie damit verbinden und wie sie diese in Bild und Wort entwickelten.

 

 

“Schau nicht weg” – Einige Botschaften der Schülerinnen und Schüler:

„Lass dich berühren von den physischen und seelischen Schmerzen, die rassistische Taten bewirken. Schau mit dem Herzen“ so drückten es Emilia Patz, 15, und Mattis Künkel, 11, aus.

„Vergiss nicht, dass wir trotz aller äußeren Unterschiede Menschen sind und dadurch gleich,“ so die Botschaft von Piet Laute 11, und Ceylin Kesmük, 11.

„Wir gehören zusammen wie die Finger einer Hand oder die Teile eines Puzzles“, so empfinden es Paul Brecht, 11, und AjlaDizdar, 11.

„Schau nicht weg und stelle dich aktiv gegen jede Ausgrenzung und Diskriminierung“, fordern Moritz Schwien, 11, Jenet Haxhija, 15, Liz Streitenberger, 15, und Asya Yesilyurt, 11 mit ihren Arbeiten.

„Wir sind als Menschen verschieden und doch gleich; Vielfältigkeit macht unser Leben bunt und fröhlich“, so sehen es Petar Georgiev,11, und Fiete Behncke, 11.

„Lasst uns Hand in Hand in eine gemeinsame und bunte Zukunft gehen“, wünschen sich Fatema Khaleqi, 11, und Amelie Harms, 11.

„Befreunde dich mit anderen“, empfiehlt der 11-jährige Miguel Bethke.

„Die Zeit dafür ist Jetzt,“ bringt es der 15-jährige Lando Richter auf den Punkt.

 

Die Bilder werden in einer Ausstellung in der Stadtteilschule Bahrenfeld gezeigt. In 2022 soll der Kreativwettbewerb in einem größeren Rahmen stattfinden.

Amelie Harms, 11 Jahre

Vielleicht lässt sich die traurige Tendenz, dass seit Menschengedenken Abgrenzung und Hass in Krisenzeiten stärker werden, in eine Richtung bewegen, die den Wünschen dieser jungen Menschen entspricht.

Andrea Vermaaten