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Caring Economy – ein anderer Blick auf die Wirtschaft

Video eines Vortrags von Matthieu Ricard

Der buddhistische Mönch und Bestsellerautor Matthieu Ricard sprach auf Einladung des Netzwerks Ethik heute vor Firmenvertretern über die Frage, warum es wichtig ist, Fürsorge und Mitgefühl ins Wirtschaftsleben zu integrieren.

Die Weltgesundheitsorganisation erklärte den beruflichen Stress zu „einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts“. Vor allem psychische Erkrankungen, Depression und Burnout nehmen zu. Was ist es, das uns krank macht? Und was könnte uns gesunden lassen?

Matthieu Ricard hat eine ganz andere Sicht auf unsere Probleme. Die Kosten des Egoismus, so seine These, sind zu hoch – für den Einzelnen, die Gesellschaft, zukünftige Generationen und die Umwelt.

Ein Wirtschaftssystem produziert nicht nur Güter und Dienstleistungen, sondern es formt auch Menschen und Kulturen. Wir brauchen daher eine „Caring Economy“, eine Wirtschaft, die sich am Wohl des Menschen orientiert, statt Leistung und Effizienz über das Glück des Einzelnen zu stellen.

Matthieu Ricard promovierte 1972 auf dem Gebiet der Molekularbiologie. Doch er entschied sich gegen eine Karriere, ging in den Himalaya, um Mönch zu werden und mit großen buddhistischen Meistern zu studieren und zu meditieren.

Angeles Nassar

Angeles Nassar

Ende der 90er Jahre kehrte er zurück in den Westen, schrieb einige Bücher und engagierte er sich im Mind and Life Institute, das Dialoge zwischen Wissenschaft und kontemplativen Traditionen organisiert. Auch nahm Ricard an bahnbrechenden neurowissenschaftlichen Studien zur Erforschung der Meditation teil. Er ist ein begehrter Redner und war in den letzten Jahren Gast bei Weltwirtschaftsforum in Davos.

Er ist Gründer der karitativen Organisation Karuna Shechen, die soziale Projekte für die arme Bevölkerung im Himalaya fördert. Ricards Bücher sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Im März erschien „Plädoyer für Tiere, München 2015“.

Die Veranstaltung für Firmenvertreter am 7. Mai 2015 in Hamburg fand in Kooperation des Netzwerks Ethik heute mit Asklepios Connecting Health statt.

Lesen Sie auch die Rezension eines neu erschienenen Buches zu diesem Thema

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