Ursprünge der Achtsamkeitspraxis

mikhail/ Shuttestock/ Hoffmann
mikhail/ Shuttestock/ Hoffmann

Ein Vortrag der Indologin Jowita Kramer

Das Programm “Stressbewältigung durch Achtsamkeit” (MBSR) umfasst verschiedene Elemente. Die Indologin Jowita Kramer geht in ihrem Vortrag möglichen Ursprüngen der Übungen in verschiedenen buddhistischen Traditionen nach und zeigt Abweichungen zu heute auf.

 

Dr. Jowita Kramer sprach am 26. Januar 2017 vor rund 150 Zuhörern über das Thema „Achtsamkeit im Buddhismus – Ursprünge der MBSR-Praxis” Der Vortrag fand im Rahmen der Vortragsreihe „Achtsamkeit – kritischer Blick auf einen Trend“ statt, den das Netzwerk Ethik heute in Kooperation mit dem Numata-Zentrum für Buddhismuskunde der Universität Hamburg veranstaltete.

Im gegenwärtigen Moment zu verweilen, ohne zu bewerten, ist die Definition der Achtsamkeit von Jon Kabat-Zinn, dem Begründer des Programms Stressbewältigung durch Achtsamkeit (MBSR). Diese Definition findet sich nicht in den alten Texten. Kramer zeigt, welche verschiedenen buddhistischen Lehren und Methoden sich darin widerspiegeln, etwa die nicht-konzeptuelle Einsicht in die Wirklichkeit, wie sie vom indischen Idealismus (Yogacara) überliefert ist.

 

Jowita Kramer forscht schwerpunktmäßig zur buddhistischen Philosophie Indiens und Tibets. Nach Anstellungen an den Universitäten von Oxford, Heidelberg und Göttingen ist sie derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München tätig.

 

 

 

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare

Aktuelle Termine

Online Abende

rund um spannende ethische Themen
mit Referenten aus verschiedenen Disziplinen
Ca. 1 Mal pro Monat, kostenlos

Auch interessant

Foto: Goulandris Foundation

Achtsamkeit lässt die Kunst sprechen

Vom Funktionieren zum Menschsein In einer Welt, in der Leben leicht zum Funktionieren wird , ist die Sehnsucht nach einem Moment des Innehaltens ein natürlicher Impuls - und vielleicht eine tiefgreifende Lösung. Achtsamkeit und Meditation können uns helfen, ins Menschsein zurückzukehren.
Foto: Volker Wiciok

Präsenz stärkt die Gesundheit

Interview mit Prof. Tobias Esch "Wer Achtsamkeit übt, ist mehr in sich selbst zu Hause", sagt der Gesundheitsforscher Tobias Esch im Interview mit Ethik heute. Die Übung der Achtsamkeit bringt mehr Verbundenheit und das stärke die Gesundheit. 

Newsletter abonnieren

Sie erhalten Anregungen für die innere Entwicklung und gesellschaftliches Engagement. Wir informieren Sie auch über Veranstaltungen des Netzwerkes Ethik heute. Ca. 1 bis 2 Mal pro Monat.

Neueste Artikel