Pazifismus: für mehr Vernunft in der Debatte

UN, Pazifismus
Nir Levy/ shutterstock.com

Ein Vortrag von Wilfried Hinsch zum Nachhören

Der Philosoph Professor Wilfried Hinsch setzt sich für einen „aufgeklärten Pazifismus“ ein. In seinem Vortrag kritisiert er den „radikalen Pazifismus“, der eigentlich nur im religiösen Kontext begründbar sei. Er fordert Pragmatismus, um mehr Menschen zu schützen.

Lesen Sie auch die Besprechung des Buches von Wilfried Hinsch “Die Moral des Krieges”

Professor Wilfried Hinsch hielt den Vortrag „Die Moral des Krieges“ am 19. April 2018 auf Einladung des Netzwerks Ethik heute in Kooperation mit dem Numata-Zentrum für Buddhismuskunde der Universität Hamburg. Es war der Auftakt der Vortragsreihe „Pazifismus – Perspektiven aus Ost und West“.

Der radikale Pazifismus stehe wackliger dar, als man denkt, so Hinsch. Denn wer jegliche Gewaltanwendung ablehne, sei unter Umständen mitverantwortlich, wenn Menschen getötet würden, ohne dass den Tätern Einhalt geboten wird.

Ein absolutes Tötungsverbot sei nur im religiösen Kontext denkbar. Gandhi etwa verlangte für seinen Weg des gewaltlosen Widerstands eine hohe Opferbereitschaft. Wer seinen Körper opfert, tue dies, um die Früchte dafür nach diesem Leben zu ernten. Doch in einer säkularen Gesellschaft sei das nicht vermittelbar.

Zum Vortrag, mit freundlicher Genehmigung von Lecture2Go der Universität Hamburg:

 

Hinsch studierte Philosophie, 1997 Habilitation. Nach Stationen in Deutschland, England, Belgien und den USA seit 2011 Professor für Praktische Philosophie an der Universität zu Köln. Buchveröffentlichungen: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für humanitäre Interventionen (München 2006), Die gerechte Gesellschaft. Eine philosophische Orientierung (Stuttgart 2016) und Die Moral des Krieges. Für einen aufgeklärten Pazifismus (München 2017).

 

 

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Jetzt weiß ich wieder, warum ich mich vom wissenschaftlichen Betrieb abgewendet habe!
Dieser Mann redet viel zu schnell und oftmals undeutlich, ist nur in den Theorien und auf kognitiver Ebene unterwegs und interessiert sich wahrscheinlich nicht dafür – und kriegt das auch nicht mit – wie es den Zuhörenden geht. Es ist ein Drüberhinwegsprechen.
Meiner Einschätzung nach hat er auch den Begriff von Transzendenz nicht annähernd verstanden und doziert aber darüber.
Ein solcher Vortrag geht auf der einen Seite rein und auf der anderen wieder raus und hat wenig Nährwert. Wem bringt er was???

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