“Nichtstun würde mich umbringen”

Foto: Ethik heute
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Ein Interview mit Gesine Schwan

Gesine Schwan, Mitglied der SPD und Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, hält Menschlichkeit hoch. Wir haben sie zum Interview getroffen: über Demokratie, Teilhabe und Flüchtlingspolitik.

In der Redaktion hatten wir schon länger den Wunsch, einmal mit Gesine Schwan zu sprechen. Die 78-Jährige, Mitglied der SPD, streitet unermüdlich für eine menschliche Politik und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Ende 2021 haben Mike Kauschke und Birgit Stratmann das Interview mit Schwan geführt. Sie waren beeindruckt von ihrer Ehrlichkeit und Unerschütterlichkeit. Sie hat großen Mut, auch in schwierigen Zeiten Handlungsoptionen in der Politik aufzuzeigen und Misstrauen entgegenzuwirken.

Im ersten Teil geht es um die Stärkung der Demokratie durch mehr Teilhabe: “Wenn wir mehr Perspektiven einbeziehen, finden wir eher Lösungen”, ist Schwan überzeugt. Sie spricht auch über Konkurrenzgesellschaft und Nächstenliebe und warum Nichtstun für sie keine Option ist.

Im zweiten Teil setzt sie sich mit der Flüchtlingspolitik auseinander. Schwan kritisiert die EU-Flüchtlingspolitik als unmoralisch und unmenschlich. Sie schlägt vor, dass Kommunen entscheiden dürfen, ob und wie viele Menschen sie aufnehmen.

Prof. Dr. Gesine Schwan ist Präsidentin und Mitbegründerin der Humbolt-Viadrina Governance Platform. Die SPD-Politikerin und Politikwissenschaftlerin ist zudem Vorsitzende der Grundwertekommission ihrer Partei. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Von 1999 bis 2008 war sie Präsidentin der Europa-Universität Viadrin in Frankfurt (Oder), von 2005 bis 2009 Koordiatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen.

 

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